Alexander Zverev macht bei den French Open bei seinem Auftaktsieg Lust auf mehr: Eine "Bombe" als Faustpfand

Alexander Zverev löst seine erste Aufgabe bei den French Open 2026 souverän. Beim 6:3, 6:4, 6:2 gegen Benjamin Bonzi zeigt der Deutsche, dass er gewillt ist, sein Spiel variantenreicher zu gestalten. Das gefällt auch den Eurosport-Experten. Auf Zverevs starken (zweiten) Aufschlag ist ohnehin Verlass. In der zweiten Runde wartet nun aber eine noch größere Herausforderung auf den 29-Jährigen.

Becker analysiert Zverevs Auftaktsieg: Eine Schwäche zur Stärke gemacht

Quelle: Eurosport

Alexander Zverev blickte zufrieden in Richtung seiner Box, die Siegerfaust nur kurz angedeutet. Dann schlurfte er zur Mitte zum Handshake mit Benjamin Bonzi. Der Jubel über seinen Erstrundensieg bei den French Open 2026 wirkte ebenso abgeklärt wie das Spiel selbst: 6:3, 6:4, 6:2 hieß es nach 128 Minuten, ein rundum gelungener Auftakt für den Deutschen.
"Das war ein guter Start gegen einen schwierigen Gegner, der Top-Spielern Probleme bereiten kann", sagte der 29-Jährige bei Eurosport zufrieden. Zverev dachte dabei sicher ans zurückliegende Masters in Madrid, als Bonzi als einziger dem späteren Turniersieger Jannik Sinner einen Satz abnehmen konnte.
Gegen Zverev war das dem Franzosen nicht vergönnt. Der Deutsche servierte von Anfang an stark, dominierte zudem mit seiner Vorhand, die er oft cross über den Platz spielte, um Bonzi auf dessen eher schwächeren Seite zu fordern. Zverev tauchte zudem öfter als auf Sand gewohnt am Netz auf und streute, zur Freude zweier Eurosport-Experten, auch mehrfach Stoppbälle ein.
"Sascha hat das hervorragend gelöst. Seine Vorhand, die früher eine vermeintliche Schwäche war, ist mittlerweile zu einer Stärke geworden", analysierte Boris Becker für Eurosport.de. Dass er oft Bonzis Vorhand suchte, sei "gut gecoacht" gewesen.
picture

1. Runde: Zverev gelingt Auftakt nach Maß - Highlights

Quelle: Eurosport

Zverev serviert hart über den Zweiten

"Ich fand es toll, dass er hier und da auch mal einen Stoppball eingestreut hat", ergänzte der dreifache French-Open-Sieger Mats Wilander: "Er hatte das Spiel vom ersten bis zum letzten Punkt im Griff."
Gegen Bonzi konnte sich Zverev vor allem auf seine Aufschlagstärke verlassen, seit jeher die Basis seines Spiels. Auch wenn der Deutsche mal über den zweiten gehen musste, gab es für Bonzi wenig zu holen.
picture

Becker über Zverev: "Sehr variantenreich und sehr gefährlich"

Quelle: Eurosport

"Dass er Rückenprobleme haben soll, war heute nicht zu erkennen", fand Wilander, der eine interessante Statistik ausfindig gemacht hatte: "Besonders beim zweiten Aufschlag war das nicht zu sehen, den er durchschnittlich mit 172 km/h gespielt hat. Das sind 16 km/h schneller als der Schnitt der Top-50-Spieler auf der Tour. Das ist schon eine gewaltige Zahl."
Becker stimmte da bereitwillig zu: "Sein zweiter Aufschlag war heute Bombe. 77 Prozent Gewinnpunkte über den zweiten sind hervorragend. Wenn sein zweiter Aufschlag so kommt, ist es relativ einfach für ihn."
picture

Zverev exklusiv: "Musste Rhythmus finden, dann war's okay"

Quelle: Eurosport

Zverev spielt mehr Stoppbälle als sonst

War der Ball im Spiel, glänzte Zverev indes mit Variantenreichtum. So holte er sich zum Beispiel den zweiten Satz mit einem gelungenen Stoppball. "Das ist etwas, was ich trainiert habe und, offen gesprochen, auch etwas mehr einsetzen möchte", verriet er Eurosport: "Heute hat es funktioniert. Ich hoffe, dass es auch weiterhin funktioniert."
Anders als 2019 und 2021, als Zverev in Paris gleich in der 1. Runde über die volle Distanz gehen musste, sparte er gegen Bonzi mit der relativ kurzen Spielzeit wertvolle Körner. "Ich musste meinen Rhythmus ein bisschen finden, aber dann war's eigentlich okay", bilanzierte er: "In Bezug auf mein Tennis muss ich mich natürlich noch steigern, das war erst der Anfang heute. Aber ich freue mich auf die nächsten Tage."
picture

Tennis: Alexander Zverev bei den French Open 2026 in Paris

Fotocredit: Getty Images

Da steht Zverev dann in Runde zwei ein Duell mit Tomás Machác ins Haus. Der Tscheche ist als Weltranglisten-40. so früh im Turnier durchaus eine Herausforderung.
Das bislang einzige Duell der beiden gewann der Deutsche; in Paris, allerdings nicht beim Grand Slam, sondern den Olympischen Spielen 2024. 6:3, 7:5 hieß es dort, ebenfalls in Runde zwei. Ein gutes Omen?
picture

Präziser Stop im perfekten Moment: Zverev holt Satz zwei

Quelle: Eurosport


Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung