US Open: Alexander Zverevs langwierige Aufschlagroutine löst Debatte aus - Ben Shelton fordert Regeländerungen
Update 15/09/2026 um 11:52 GMT+2 Uhr
Ben Shelton hat sich nach seiner US-Open-Finalniederlage gegen Alexander Zverev über zwei Regeln beschwert, die mit der Aufschlagroutine des Hamburgers zusammenhängen. Er forderte erstens, beim Serve des Gegners nicht mehr durchgehend an der Linie bereitstehen zu müssen - und sprach sich zudem dafür aus, die Zeit beim zweiten Aufschlagversuch zu verkürzen. Auch Ex-Spieler Andy Roddick meckerte.
Ein frustrierter Ben Shelton nach der Final-Niederlage bei den US Open gegen Alexander Zverev
Fotocredit: Getty Images
"Ich sollte nicht gezwungen sein, schon an der Linie zu warten, wenn er den Ball 20- bis 25-mal auftippt. Er prellt den Ball nie weniger als zehnmal", schilderte Shelton auf der Pressekonferenz nach der Partie: "Ich werde nicht 30 Sekunden lang bereit dastehen, mit gebeugten Knien und angespanntem Körper, während ich warte. Ich versuche, locker zu bleiben."
Der 23-Jährige hatte Schiedsrichterin Marijana Veljovic laut eigener Aussage darum gebeten, nicht durchgehend in Stellung bleiben zu müssen - doch diese lehnte dies offenbar ab.
Shelton nannte die entsprechende Regel "unsinnig" und erklärte: "Entscheidend sollte doch nur sein, dass man bereit ist, wenn er die Aufschlagbewegung beginnt."
Schon Zverevs Halbfinal-Gegner Karen Khachanov hatte sich über dessen langwierige Aufschlagroutine beschwert: "Das nervt nicht nur mich, sondern natürlich viele Spieler, weil es so viel Zeit kostet. Man weiß gar nicht, wie man sich auf den Aufschlag vorbereiten soll."
Shelton will Shot Clock auch beim zweiten Aufschlag
Dem US-Amerikaner stieß generell negativ auf, dass sich Zverev durch sein Balltippen beim zweiten Aufschlag so viel Zeit ließ.
Beim ersten Aufschlag haben die Profis 25 Sekunden Zeit, beim zweiten Service gibt es keine Einschränkung.
Shelton sprach sich auch hier für eine Änderung aus: "Ich finde, dass man die Zeit beim zweiten Aufschlag begrenzen sollte. Für den Sport und die Fans ist es hart, so lange auf die nächste Aktion warten zu müssen."
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Ben Shelton forderte nach dem US-Open-Finale gegen Alexander Zverev zwei Regeländerungen
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Roddick: "Nicht überrascht, wenn das Spiel um drei Uhr morgens endet"
Auch Andy Roddick, der 2003 als bisher letzter US‑Amerikaner die US Open gewann, beklagte diese Regel und forderte: "Man darf den Ball nicht zwischen dem ersten und zweiten Aufschlag 20-mal aufspringen lassen. Dann darf man nicht überrascht sein, wenn das Spiel um drei Uhr am Morgen endet."
Der Ex-Profi warf einigen aktiven Spielern sogar vor, die Uhr beim ersten Aufschlag absichtlich auszureizen - nur, um dann ins Netz oder ins Aus zu servieren und anschließend eine längere "Pause" zu bekommen.
Sheltons Vater Bryan, einst selbst Profi, äußerte sich ebenfalls zu Zverevs ungewöhnlich langer Aufschlagroutine. "Er lässt den Ball beim Aufschlag so oft aufspringen, dass es dich aus der Konzentration bringt", beklagte der 60-Jährige bei "ESPN".
Trotz der Anregung neuer Regeln erklärte Shelton junior seinen Finalgegner nach der Partie zum "besten Aufschläger im Tennis".
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Quelle: SNTV
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