French Open 2026 - Anastasia Potapova hält nichts vom Medienboykott im Preisgeld-Streit: "Irgendwie unsinnig"
Update 24/05/2026 um 22:41 GMT+2 Uhr
Der Streit um Preisgelder bei den Grand-Slam-Turnieren führte bei den French Open dazu, dass die Topstars am Medientag ihre Pressekonferenzen aus Protest nach 15 Minuten abbrachen. Aryna Sabalenka, Novak Djokovic und Alexander Zverev äußerten sich allesamt in Paris zu dem Thema. Anastasia Potapova war dagegen keine Unterstützerin der Aktion und erklärte: "Ich mache bei diesem Wahnsinn nicht mit."
Potapova lehnt Medien-Boykott ab: "Irgendwie unsinnig"
Quelle: Eurosport
Der Boykott treffe die falschen Personen, erklärte die 25-Jährige, die seit Saisonbeginn für Österreich und nicht mehr für ihr Heimatland Russland startet.
"Wenn Sie meine ehrliche Meinung dazu hören wollen: Ich glaube, die Medienleute haben nichts mit unserem Preisgeld zu tun. Ihr bezahlt uns doch nicht, oder?" fragte Potapova in Roland-Garros vor ihrem Auftaktmatch gegen die Australierin Maya Joint.
"Wie sollen wir also jemanden boykottieren, der ebenfalls von demselben Turnier bezahlt wird? Ich finde das irgendwie unsinnig". Sie beteilige sich daher nicht an der Aktion, stellte die an Nummer 28 gesetzte Spielerin klar.
"Ich bin hier und rede mit euch so viel ich will. Und so viel, wie ihr auch möchtet", so Madrid-Halbfinalistin Potapova abschließend.
Aus dem Umfeld einer Spielerin hatte die Nachrichtenagentur "AFP" zuvor erfahren, dass der Protest eher als "Botschaft der Einheit" als ein "Medienboykott" zu verstehen sei. Während des Turniers sollen keine weiteren Aktionen geplant sein.
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