French Open 2026: Elina Svitolina will ins Märchenland - Ukrainerin erreicht Meilensteine und hat Krönung im Visier
Update 22/05/2026 um 08:33 GMT+2 Uhr
Elina Svitolina zählt nach ihrem Triumph beim WTA-Turnier in Rom zu den Favoritinnen auf den Titel bei den French Open 2026. Hinter der Ukrainerin liegen ereignisreiche Jahre, seit ihrem Baby-Comeback arbeitet sie sich Schritt für Schritt an die Weltspitze heran. In Italien erfuhr ihre Renaissance einen Höhepunkt, in Paris soll die endgültige Krönung folgen - und ein Fluch gebrochen werden.
Svitolina triumphiert in Rom - die Highlights zum Finale
Quelle: SNTV
"Jede Trophäe hat seine eigene Geschichte", gab sich Elina Svitolina auf der Pressekonferenz nach ihrem Triumph im Foro Italico von Rom fast philosophisch.
Doch bei der Ukrainerin darf man nach der Machtdemonstration in der Ewigen Stadt ruhig in die Kiste der Superlative greifen.
Drei Jahre nach ihrem Baby-Comeback ist der Titel beim 1000er-Turnier am Tiber an Bedeutsamkeit nur schwer zu übertreffen.
Die Saison 2026 verläuft ganz nach dem Gusto von Svitolina, im "Race to the WTA Finals" stehen nur Elena Rybakina (4318 Punkte) und Aryna Sabalenka (4080) vor der 31-Jährigen (3460).
Bei den French Open (24. Mai bis 7. Juni live im Stream bei HBO Max) zählt sie nun zu den großen Favoritinnen auf die Coupe Suzanne Lenglen. Um dieser Rolle gerecht zu werden, muss sie jedoch einen persönlichen Fluch brechen.
Svitolina übersteht unglaublichen Turnierpfad in Rom
"Das war einer der schwierigsten Turnierpfade, die ich je hatte", blickte Svitolina auf ihr makelloses Bewerbungsschreiben für Roland-Garros, wo sie in Runde eins klare Favoritin gegen Anna Bondar aus Ungarn ist.
Im Viertelfinale von Rom kegelte sie Australian-Open-Siegerin Elena Rybakina aus dem Turnier (2:6, 6:4, 6:4), eine Runde später schaltete sie Sandkönigin Iga Swiatek aus (6:4, 2:6, 6:2).
Im Finale war schließlich die amtierende French-Open-Championesse Coco Gauff dran (6:4, 6:7, 6:2). Oder um es in Zahlen auszudrücken: Svitolina knackte die Nummer zwei, drei und vier der Weltrangliste in aufeinanderfolgenden Partien.
"Das waren wirklich sehr, sehr harte Matches", meinte Svitolina. Sie sei stolz darauf, "wie es mir gelungen ist, die Nervosität zu kontrollieren - nicht nur im Finale, sondern während des gesamten Turniers. Ich bin wirklich stolz auf den Einsatz, den ich gezeigt habe."
Ihr dritter Titel in Rom nach 2017 und 2018 ließ Svitolina auf Platz sieben der Weltrangliste vordringen, in den vorangegangenen Wochen war die einstige Nummer drei erstmals seit ihrer Baby-Pause in die Top 10 vorgestoßen.
Svitolina erlebt eine Renaissance - auch dank ihrer Konstanz.
"Das Wichtigste auf der Tour ist konstant zu bleiben", merkte sie an. "Genau das ist der Weg, den ich gehen möchte. Ich freue mich, dass meine Saison seit Beginn dieses Jahres so verläuft."
Svitolina findet perfekte Balance zwischen Familie und Karriere
Umso beeindruckender: Svitolina befindet sich in einer Lebensphase, in der sie in ihrem Alltag nicht selbst die allerhöchste Priorität genießt - bei Profisportlern normalerweise unvorstellbar. Diese Ehre gebührt ihrer dreijährigen Tochter Skai, die sie mit ihrem Partner Gaël Monfils, ebenso Profi, großzieht.
"Es ist verrückt, wie sich unser Leben in den vergangenen Jahren verändert hat", erklärte Svitolina. "Wir sind immer auf Achse, aber es ist wunderschön, wenn wir gemeinsame Zeit finden und sie genießen können. Das erwärmt mir einfach das Herz."
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/05/19/image-2be6bb1d-9fa4-4ce3-bc7b-c457d21f96f6.jpeg)
Gaël Monfils und Elina Svitolina sind seit acht Jahren zusammen und haben eine gemeinsame Tochter
Fotocredit: Getty Images
Ob sich ihr Blick auf den Tennis-Zirkus seit der Geburt ihrer Tochter verändert habe? "Skai glaubt tatsächlich, dass alle Eltern auf der Welt professionelle Tennisspieler sind", merkte sie an und musste lachen. "Vor einem Match meint sie immer zu mir: 'Los, Mama, schlag sie!' Solche Momente sind einfach einzigartig."
In Rom "als Mutter zu gewinnen, in den Top 10 zu stehen und großartiges Tennis zu spielen ist ein großartiges Gefühl. Und ich hoffe, eine Inspiration für Mütter auf der ganzen Welt zu sein", so Svitolina, die bereits ihr nächstes Ziel vor Augen hat.
Svitolina gegen ihren Fluch: Aller guten Dinge sind drei
Bei den French Open will sie nun nämlich ein Tabu ihrer Karriere brechen und nach vier Halbfinals endlich ins Endspiel eines Majors einziehen. Die Voraussetzungen dafür sind in Paris jedenfalls gegeben.
"Für mich gibt es in diesem Jahr keine klare Favoritin. Das Turnier ist völlig offen", ordnete Eurosport-Experte Mats Wilander ein. Svitolina hat der siebenmalige Grand-Slam-Turniersieger für den Titel auf dem Zettel. "Elina ist heute eine vollkommen andere Spielerin - viel aggressiver und gefährlicher. Man kann sie nicht schlagen, wenn man nur abwartet, sondern muss sie aktiv unter Druck setzen."
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/05/19/image-3922f25c-0aa2-46a9-b88e-315fdb9527fb-85-2560-1440.jpeg)
Elina Svitolina hat sich für die French Open in Stellung gebracht
Fotocredit: Getty Images
Doch ein Titel in Rom war für Svitolina bislang noch nie ein gutes Omen für Roland-Garros: 2017 war im Viertelfinale Endstation, ein Jahr später kam sie nicht über Runde drei hinaus.
"Seitdem sind acht Jahre vergangen", wischte sie negative Gedanken vom Tisch. "Trotzdem möchte ich konzentriert bleiben und hart arbeiten, indem ich mich schon ab der ersten Runde bestmöglich vorbereite. Ich darf niemanden unterschätzen und für mich geht es einfach darum, ein Spiel nach dem anderen anzugehen."
Geht ihr dieser Plan in der französischen Hauptstadt auf, würde Mama Svitolina ihre Renaissance endgültig krönen.
Das könnte Dich auch interessieren: Wilander: Diese Spielerinnen werden Swiatek in Paris gefährlich
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/04/15/image-33835bcd-8521-4a42-9a0d-7408b660be30-85-2560-1440.jpeg)
Svitolina exklusiv vor Duell mit Lys: "Sie bringt gute Energie"
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung