French Open 2026: Matteo Berrettini muss Viertelfinale abbrechen - Flavio Cobolli stoppt Félix Auger-Aliassime
Matteo Berrettini musste sein Viertelfinale bei den French Open in Paris gegen Landsmann Matteo Arnaldi unter Schmerzen beim Stand von 5:7, 2:5 abbrechen. Flavio Cobolli hatte zuvor den bislang größten Grand-Slam-Erfolg seiner Laufbahn gefeiert und durch ein 4:6, 6:4, 6:4, 6:4 gegen den an Position vier gesetzten Kanadier Félix Auger-Aliassime das Halbfinale erreicht. Dort wartet nun Arnaldi.
Viertelfinale: Cobolli dreht Viertelfinale gegen Auger-Aliassime - Highlights
Quelle: Eurosport
"Ich habe gemerkt, dass es die Chance meines Lebens ist", sagte Flavio Cobolli nach der Begegnung. "Das ist die beste Woche meines Lebens."
Wie schon beim sensationellen Aus von Aryna Sabalenka in der Partie zuvor machte der böige Wind den Profis das Leben schwer auf dem Court Philippe-Chatrier.
"Das wird eine schwierige Geburt heute. Man kann den Spielern keinen Vorwurf machen. So ist es unmöglich, Tennis zu spielen. Wenn eine Böe kommt und den Ball wegnimmt", erklärte Eurosport-Experte Boris Becker in der Anfangsphase der Partie.
Auger-Aliassime kam zunächst etwas besser mit den Bedingungen zurecht und sicherte sich den ersten Satz.
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Cobolli komplett geflasht: "Die beste Woche meines Lebens"
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Mit zunehmender Spieldauer - und dann geschlossenem Dach - schlug das Pendel zugunsten Cobollis aus.
Der Italiener drehte das Match, ging mit 2:1 in den Sätzen in Führung. Im vierten Durchgang setzte Cobolli mit dem Break zum 3:2 den nächsten Nadelstich.
Cobolli schreibt Geschichte für Italien
Ein Vorteil, den sich der Weltranglisten-14. nicht mehr aus der Hand nehmen ließ. Bei eigenem Aufschlag machte Cobolli nach 3:24 Stunden mit dem zweiten Matchball den Einzug in sein erstes Grand-Slam-Halbfinale perfekt.
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"Der Weg hat sich gelohnt!" Auger-Aliassime punktet im Fallen
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Eine große Feier wird es aber nicht geben. "Ich gehe mit meinen Freunden zum Abendessen und dann gehe ich ins Bett und schlafe", ließ der 24-Jährige wissen.
Da sich am Abend Matteo Arnaldi im letzten Viertelfinale nach Abbruch 7:5, 5:2 gegen Matteo Berrettini durchsetzte, steht die Paarung beim ersten italienischen Halbfinalduell bei einem Grand Slam fest.
Darüber hinaus übertraf Cobolli sein bisheriges Grand-Slam-Topergebnis, das er 2025 mit dem Viertelfinale in Wimbledon eingefahren hatte.
Becker: "Sieg geht in Ordnung"
"Der Sieg geht in Ordnung nach einem verlorenen ersten Satz und einem 1:3-Rückstand hat sich Cobolli zurückgekämpft. Es tat dem Match gut, dass das Dach geschlossen wurde", bilanzierte Tennis-Legende Becker.
Der dritte und vierte Satz seien dann "wieder auf Weltklasse-Niveau gewesen - und Cobolli ist jetzt da, wo er noch niemals war, im Halbfinale eines Grand-Slam-Turniers."
Berrettini muss Viertelfinale abbrechen
Dieser Traum platzte in Paris für den einstigen Wimbledon-Finalisten Matteo Berrettini auf dramatische Weise. In der Night Session duellierte sich der Weltranglisten-105. mit der Nummer 104, Matteo Arnaldi.
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"Tut mir in der Seele weh": Berrettini muss Viertelfinale aufgeben
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Zunächst lief das Match auf Augenhöhe, der erste Satz dauerte 82 Minuten. Im zweiten Durchgang bekam Berrettini zunehmend körperliche Beschwerden, humpelte über den Court - ehe er aufgeben musste.
Berrettini: "Hoffe, es ist keine ernste Verletzung"
"Er hat ein unglaubliches Turnier gespielt", sagte Arnaldi, der zum ersten Mal in ein Grand-Slam-Halbfinale einzog, in Richtung Berrettini: "Es tut mir leid für ihn. Ich hoffe, er erholt sich."
Berrettini erklärte später, er habe "Mitte des ersten Satzes bei meinen Aufschlägen etwas gemerkt. Aber ich habe gekämpft, das Match war hart, also habe ich nicht wirklich drüber nachgedacht. Ich habe einfach weitergemacht und versucht, mein Bestes zu geben. Je mehr ich gespielt habe, je mehr ich aufgeschlagen habe und je mehr Vorhände ich gespielt habe, desto schlimmer habe ich mich gefühlt", berichtete der Römer.
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Viertelfinale: Arnaldi siegt durch Abbruch gegen Berrettini - Highlights
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Er habe infolgedessen "das Medical Timeout genommen und sie haben mir gesagt, dass der Bereich sehr wund und schmerzhaft war. Ich habe es versucht, doch die Schmerzen waren zu doll. Ich hoffe, es ist keine ernste Verletzung. Ich muss jetzt die nächsten Tage abwarten", sagte Berrettini, der im Hinblick auf die Verletztung nicht ins Detail ging.
"Natürlich bin ich enttäuscht, aber wenn ich noch länger gespielt hätte, hätte ich es noch schlimmer gemacht und die Ausfallzeit wäre länger gewesen. Ich hatte leider keine andere Option als aufzugeben", unterstrich Berrettini.
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Berrettini spricht über Aufgabe: "Hatte leider keine andere Option"
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