French Open - Mirra Andreeva gewinnt Finale gegen Qualifikantin Maja Chwalinska und holt ersten Grand-Slam-Titel
Update 06/06/2026 um 18:11 GMT+2 Uhr
Mirra Andreeva hat im Finale der French Open den ersten Grand-Slam-Titel ihrer Karriere gewonnen. Die 19-Jährige setzte sich im Endspiel von Roland-Garros gegen Überraschungsfinalistin Maja Chwalinska 6:3, 6:2 durch. Die 24-jährige Polin hatte sich als Qualifikantin ins Hauptfeld gespielt und einen Traumlauf in Paris hingelegt. Andreeva darf sich zudem über 2,8 Millionen Euro Preisgeld freuen.
Finale: Andreeva beendet das Chwalinska-Märchen - Highlights
Quelle: Eurosport
Andreeva stemmte im Pariser Sonnenschein den silbernen Coupe Suzanne Lenglen in die Höhe, dann gab sie dem Objekt der Begierde ein zartes Küsschen.
"Es war ein großer Traum von mir, dieses Turnier zu gewinnen", sagte die russische Teenagerin, nachdem sie bei den French Open die große Partycrasherin gespielt und sich damit ihren ersten Grand-Slam-Titel gesichert hatte: "Ich kann es nicht glauben, dass ich diese Trophäe gerade halte."
Durch das 6:3, 6:2 verhinderte sie ein hollywoodreifes Ende der märchenhaften Reise ihrer polnischen Gegnerin, die als erst zweite Qualifikantin nach der Britin Emma Raducanu bei den US Open 2021 einen Major-Titel hätte gewinnen können.
Am Ende war es aber Andreeva, die vor den Augen von Filmstar Brad Pitt souverän triumphierte. Im Alter von 19 Jahren ist sie die jüngste Gewinnerin in Paris seit Monica Seles 1992, die als 18-Jährige ihren dritten Titel an der Seine gesammelt hatte.
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Rittner erkennt Martínez-Handschrift bei Andreeva: "Cool geblieben"
Quelle: Eurosport
Rittner lobt taktische Einstellung von Andreeva
Eurosport-Expertin Barbara Rittner lobte vor allem, "wie Andreeva taktisch und mental eingestellt war". Die 19-Jährige habe "es super ausgeführt – von Anfang bis Ende. Sie ist den Umständen entsprechend cool geblieben."
"Ich möchte mir selbst danken", stand auf der Jacke der Russin - und das tat sie auch. "Dass ich an mich geglaubt habe, immer 100 Prozent gegeben habe, auch wenn es schwer war", sagte die strahlende Siegerin. "Dass ich jeden Tag versucht habe, besser zu werden, als Mensch und als Spielerin, daran geglaubt habe, dass ich das schaffen kann, und gegen so viele innere Dämonen gekämpft habe."
Bei ihrer Gegnerin Chwalinska überwog trotz des verpassten Happy Ends der Stolz. "Ich werde diese drei Wochen definitiv nicht vergessen", sagte die Polin - und fügte schmunzelnd in Richtung des Publikums an: "Ich wünschte, ihr hättet ein besseres Spiel gesehen, aber Mirra war zu gut für mich. Es ist ihre Schuld."
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Matchball: Andreeva gewinnt French Open und fällt Martínez um den Hals
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Chwalinska entfacht "Maja-Mania" bei French Open
Die Teilnahme am Endspiel war dennoch ein unglaublicher Erfolg. Die Polin hatte sich zunächst mit drei Siegen erstmals überhaupt in das Hauptfeld des Sandplatz-Highlights gespielt, nach neun Erfolgen am Bois de Boulogne streicht sie nun ein üppiges Preisgeld von 1,4 Millionen Euro ein.
Als Nummer 114 der Welt war Chwalinska als am niedrigsten platzierte Spielerin seit der Einführung des Rankings in das Finale gegangen, sie löste somit ihre Landsfrau und die viermalige Turniersiegerin Iga Swiatek ab, die 2020 bei ihrem ersten Triumph in Paris 54. war. Im Ranking springt Chwalinska nun bis auf Platz 21.
In Paris herrschte die große "Maja-Mania", zahlreiche Polinnen und Polen hatten sich Tickets für das Finale gesichert und feuerten die Außenseiterin mit lauten Sprechchören immer wieder an. Chwalinska zeigte schnell ihr ganzes Repertoire, setzte dabei immer wieder auf ihren ungewohnten Mix aus Slice-Schlägen, Stopps und Mondbällen.
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Andreeva hellwach: Stoppball spektakulär abgewehrt
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Andreeva dominiert Finale gegen Chwalinska
Beide Spielerinnen starteten nervös in das Finale und gaben jeweils die ersten zwei Aufschlagspiele ab. Erst nach dem 2:2 fand vor allem die favorisierte Russin besser ins Spiel.
Mit dem Break zum 4:3 holte sich Andreeva Mitte des ersten Satzes den Vorteil und gab diesen bei windigen Bedingungen auf Chatrier auch nicht mehr ab. Nach 43 Minuten verwandelte die 19-Jährige den Satzball zum 6:3 mit einem Rückhandwinner.
Nach dem Satzgewinn übernahm Andreeva endgültig das Ruder. Nach nur etwas mehr als 20 Minuten führte die Teenagerin vor den Augen ihrer Trainerin Conchita Martínez bereits 4:0. Chwalinska konnte zumindest einen Bagel im zweiten Satz verhindern.
Kurz vor dem großen Ziel ließ Andreeva noch überraschend ein Break zu, doch nach 1:22 Stunden verwandelte die Russin den ersten ihrer drei Matchbälle in einem einseitigen Finale zum großen Triumph.
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(mit SID)
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Becker lobt Andreeva nach Finale: "Ihre Power hat dominiert"
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