French Open 2026 in Paris - Oleksandra Oliynykova hält nach Match gegen Diana Shnaider emotionale Rede wegen Krieg

Die Ukrainerin Oleksandra Oliynykova hat im Anschluss an das Drittrundenduell bei den French Open gegen Diana Shnaider in emotionalen Worten ihre Vorwürfe gegen die russische Gegnerin erneuert. "Ich weiß, dass manche es vorziehen würden, wenn ich schweige. Aber bei dem, was ich tue, geht es nicht um Politik, sondern um Menschlichkeit", sagte Oliynykova nach dem 5:7, 1:6 gegen Shnaider am Samstag.

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Quelle: Eurosport

Oliynykova hatte Shnaider bereits vor dem Duell vorgeworfen, bei einer vom russischen Staatskonzern Gazprom gesponserten Veranstaltung gespielt zu haben.
Zudem setze sie in den Sozialen Medien ihre Likes auch unter Beiträge russischer Propagandisten. Gazprom sei ein Unternehmen, "das Kriegsverbrechen finanziert", hatte die 25-Jährige gesagt und dabei Vergleiche zu Nazi-Deutschland und dem Holocaust gezogen.
"Wenn Menschen getötet werden, wenn Kinder sterben, wenn Gewalt gerechtfertigt oder gefeiert wird, können wir nicht so tun, als würde nichts geschehen", sagte die Ukrainerin nun: "Wir können nicht wegsehen. Wir können diejenigen nicht schützen, die solche Handlungen unterstützen."
Spielerinnen wie sie würden eine "Verantwortung" tragen, "die über den Tennissport hinausgeht, denn der Sport sollte stets im Dienste der Menschlichkeit stehen", sagte Oliynykova.
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Olkesandra Oliynykova findet klare Worte in Paris

Fotocredit: Eurosport

Oliynykova mahnt: "Sie haben diese schrecklichen Ansichten"

Die russischen Spielerinnen und Spieler würden "einfach nicht kommunizieren" wollen.
"Sie haben diese schrecklichen Ansichten. Genau das erleben wir gerade auf der Tour. Meiner Meinung nach dürfen wir das im Profisport nicht länger hinnehmen. Wenn sie nicht zuhören wollen und weiterhin diese Propaganda verbreiten, dann sollte es im Rahmen unserer Tour einen Mechanismus geben, um dem ein Ende zu setzen."
Sie sei "das ganze Jahr unterwegs", sagte Shnaider zu ihrer Teilnahme an dem kritisierten Event: "Ich sehe weder meine Familie noch meine Freunde, und das ist die einzige Gelegenheit, einfach ein bisschen mehr Zeit zu Hause zu verbringen."

Oliynykova: "Wenn ich schweigen würde ..."

Bei Instagram werde sie nun "keine Kommentare und keine Videos mehr liken", führte die Russin auf ihrer Pressekonferenz aus: "Aber ehrlich gesagt weiß ich nicht, was sie da entdeckt hat. Ich bin hier nur, um Tennis zu spielen, und nicht, um über Instagram oder Video-Likes zu reden."
Zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine wollte sich Shnaider nicht äußern. "Wenn sie ihre Meinung sagen würde, wäre das ein riesiger Skandal", sagte Oliynykova, die ihrer Gegnerin schon in der Vergangenheit vorgeworfen hatte, Russlands Präsidenten Wladimir Putin zu unterstützen: "Wenn ich schweigen würde, wenn ich müde würde, sähe ich keinen Sinn darin, hier zu sein. Ich glaube, dass es die Aufgabe des Sports ist, Menschen zu vereinen, damit sie für die richtigen Dinge zusammenstehen."
Im Achtelfinale der French Open trifft Shnaider indes nun auf die US-Amerikanerin Madison Keys, die die Kanadierin Victoria Mboko 6:3, 5:7, 7:5 schlug
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(SID)
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Quelle: Eurosport


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