Tennis-Stars planen offenbar ersten Mini-Boykott in Roland-Garros - Sabalenka und Co. machen Druck auf Grand Slams
Update 21/05/2026 um 12:29 GMT+2 Uhr
Im Streit um eine Erhöhung der Preisgelder bei den Grand Slams gehen die Spielerinnen und Spieler offenbar den nächsten Schritt. Für den Medientag am Freitag planen die Tennis-Asse angeblich einen ersten Boykott. Wie zunächst "The Guardian" berichtete, werden die Pressekonferenzen nach 15 Minuten abgebrochen - in Anspielung auf die Einnahmen der Majors, die für das Preisgeld veranschlagt sind.
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Quelle: SNTV
Rund 15 Prozent aus dem millionenschweren Topf der Grand-Slam-Turniere gehen bisher an die Akteure auf dem Platz.
Spieler und Spielerinnen, die nicht bei den Pressekonferenzen dabei sind, sollen zudem Medieninterviews boykottieren. Jeder Profi könne über eine Teilnahme an der Aktion aber selbst entscheiden, heißt es in dem Bericht.
Eine den Spielern nahestehende Quelle erklärte, man habe beschlossen, in Roland-Garros einen sogenannten "Dienst nach Vorschrift" an den Tag zu legen. Dabei sollen Aktivitäten außerhalb des Platzes auf ein absolutes Minimum beschränkt werden.
Die Topstars um Aryna Sabalenka, Jannik Sinner und Novak Djokovic hatten zuletzt einen höheren Anteil an den Einnahmen der Majors sowie Sozialleistungen und mehr Mitspracherecht gefordert. Sogar einen Streik bei einem der Grand Slams wurde in diesem Zusammenhang ins Gespräch gebracht.
Die Grand-Slam-Turniere werden zudem aufgefordert, bis 2030 22 Prozent ihrer Einnahmen als Preisgeld auszuzahlen. Bei den French Open gab es in diesem Jahr "nur" eine Erhöhung um 9,5 % im Vergleich zum Vorjahr.
Tennis-Verband bedauert Entscheidung der Stars
Laut des "Guardian" hätten die Spielerinnen und Spieler das Turnierreglement in Paris eingehend überprüft, um möglichen Geldstrafen zu entgehen. Solange sie ihrer vertraglichen Verpflichtung nachkommen, nach jedem Spiel ein kurzes Interview mit den Rechteinhabern zu geben, seien sie auf der sicheren Seite.
In einem Statement des französischen Tennisverbandes (FFT) hieß es am Mittwoch, man bedauere "die Entscheidung der Spieler, die sich auf alle Beteiligten des Turniers auswirkt: die Medien, die Fernsehsender, den französischen Tennisverband (FFT) und die gesamte Tennisgemeinschaft, die alle jede Ausgabe von Roland-Garros mit großer Begeisterung verfolgen".
Der Verband sei "sich der Bedeutung des Beitrags der Spieler zum Erfolg des Turniers bewusst und möchte weiterhin enge Beziehungen zu ihnen pflegen". Am Sonntag beginnt die Hauptrunde der French Open in Paris (live bei Eurosport und HBO Max).
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Quelle: SNTV
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