Laver Cup: Alexander Zverevs Feel-Good-Trip endet trostlos - Fragezeichen statt Rückendwind für den Saisonendspurt

Fragezeichen statt Rückenwind: Alexander Zverev und das Team Europe konnten den Laver Cup auf ihrem Trip nach San Francisco nicht verteidigen. Dazu musste der Deutsche zwei empfindliche Niederlagen einstecken. Vor dem Saisonendspurt zeigt Zverevs Formkurve weiter nach unten. Um die Rückenprobleme in den Griff zu bekommen, bekam der 28-Jährige zwei Spriten. Zverev steht vor schwierigen Wochen.

Highlights: Zverev unterliegt Fritz nach hartem Kampf

Quelle: Eurosport

Alexander Zverev streifte sich enttäuscht das Stirnband aus dem Haar und klatschte dann seine Teamkameraden um Carlos Alcaraz ab: Nichts war es mit der Aufholjagd beim Laver Cup, wieder verpasste der strauchelnde deutsche Spitzenspieler ein Erfolgserlebnis. Zverev wirkt müde, in seiner aktuellen Verfassung droht der Saisonendspurt zäh zu werden.
"Ich habe einfach nicht gut genug gespielt und nicht genug getan, um dieses Match zu gewinnen", sagte Zverev, der bei der 3:6, 6:7 (4:7)-Niederlage gegen seinen Angstgegner Taylor Fritz noch Tipps vom Weltranglistenersten Alcaraz erhalten hatte. Dazu holte er die Meinung des Norwegers Casper Ruud zu seiner Returnposition ein - doch am Ende stand die zweite Einzelniederlage des einstigen Olympiasiegers bei dem Showevent in San Francisco. Die Niederlage des Team Europe gegen das Team World war besiegelt.
Für Zverev war es die sechste Niederlage in Folge gegen Fritz, der gemeinsam mit der Weltauswahl die Trophäe in die Höhe strecken durfte, "wir werden eine lustige Nacht haben".
Die hatte Zverev sicher nicht. Am Samstag hatte er bereits vom Australier Alex de Minaur eine Packung kassiert (1:6, 4:6), konnte seinem Team Europe bei der Mission Titelverteidigung diesmal keine Punkte liefern. Statt nach vorne Richtung der in der Weltrangliste enteilten Alcaraz und Jannik Sinner zu schielen, scheinen Zverev aktuell selbst die hinter ihm stehenden Top-Ten-Profis einen Schritt voraus.   
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Highlights: Zverev verliert hitziges Match gegen de Minaur

Quelle: Eurosport

Zverev: "Konnte zwei Wochen lang nicht trainieren"

"Ich muss nach vorne schauen", sagte Zverev danach, viel Rückenwind nimmt er aus San Francisco nicht mit. Dabei hatte er sich auf die Veranstaltung gefreut, bei der für einige Tage der permanente Druck der ATP-Tour in den Hintergrund rückt. Der dreimalige Grand-Slam-Finalist Zverev scherzte viel mit Alcaraz, genoss eine Runde Golf mit Roger Federer und putzte sich für abendliche Events heraus.
Auf dem Platz aber hakt es weiterhin, die Leichtigkeit und Selbstverständlichkeit scheinen dem Hamburger abhanden gekommen, die Drittrundenniederlage der US Open und das nächste Jahr ohne Grand-Slam-Titel wirken nach.
Dazu scheinen Zverev Rückenprobleme zwar unter Kontrolle, aber noch nicht gelöst. "Nach den US Open konnte ich zwei Wochen lang nicht trainieren und habe zwei Spritzen bekommen", gab der Deutsche zu: "Bis jetzt hält es. Ich hoffe, es bleibt so."
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Jubel bei Weltauswahl: Die Siegerehrung beim Laver Cup

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Schwieriger Saisonendspurt für Zverev

Keine perfekten Voraussetzungen für den Saisonendspurt, in dem der 1,98-Meter-Hüne Erfolgserlebnisse braucht, um unter anderem für die ATP Finals der acht Jahresbesten in Turin noch einmal Schwung aufzunehmen.
Zverev wird nun in Peking weiter daran arbeiten, die taktische Umstellung mit mehr aggressiven Elementen voranzutreiben. Diese hatte er sich nach gemeinsamen Einheiten mit Toni Nadal verordnet. Als weitere Highlights stehen noch die Masters in Shanghai und Paris-Bercy auf dem Programm. Bei Letzterem hatte Zverev im Vorjahr den Titel geholt.
"Es ist ein Prozess", sagte Zverev, der sich insgesamt aber wieder besser fühlt. Nach Wimbledon hatte er in einer bemerkenswerten Pressekonferenz von mentalen Problemen gesprochen. "Ich fühle mich wohl auf dem Platz und auch im Leben", sagte er nun: "Ich fühle mich viel besser als nach Wimbledon. Auch wenn ich verloren habe, geht es mir gut."
(mit SID)
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Traumschlag aus der Defensive: Zverev zaubert mit der Rückhand

Quelle: Eurosport


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