Lleyton Hewitt wird nach den Australian Open in Melbourne seine Profi-Karriere beenden

Der finale Showdown in "Down Under" soll für die ehemalige Nummer eins der Welt, Lleyton Hewitt, nochmal ein ganz spezieller werden. Und da besondere Situationen eben besondere Maßnahmen erfordern, hat sich der zweimalige Grand-Slam-Gewinner auf der Zielgeraden seiner Karriere noch einmal eine außergewöhnlich harte Vorbereitung auferlegt.

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Wie sein Fitnesstrainer Nathan Martin gegenüber "PerthNow" sagte, trainiere sein Schützling seit Anfang November täglich sechs Stunden, sechs Tage pro Woche. Am Ende seines Trainingscamps wird der Mann aus Adelaide etwa 800 Kilometer laufend, schlagend, boxend, schwimmend und Gewichte stemmend zurückgelegt haben, so sein Fitnesscoach.

Mit Struktur und Härte zum letzten Gefecht

Dabei sehe ein typischer Trainingstag des 34-Jährigen von 10:00 bis 13:00 Uhr ein Schlagtraining mit jungen australischen Spielern vor. Pausen gäbe es nur drei für jeweils zwei Minuten, so der Fitnesstrainer. Danach gönnt Martin der aktuellen Nummer 307 der Weltrangliste eine halbe Stunde Pause, um ein Sandwich und einen Protein-Shake zu sich zu nehmen.
Danach geht es weiter mit einem 90-minütigen Konditionstraining: boxen, Sprints, Gewichte stemmen. Um 15:00 Uhr beginnt dann Hewitts Regenerationsphase, mit Rehydrierung, Massage und einer Mahlzeit. Ab 16:00 Uhr ist dann Zeit für die Familie vorgesehen – wiederum auch mit sportlichen Aktivitäten verbunden, etwa Basketball oder Tennis mit seinen Kindern. Auch organisatorische Dinge, wie die Vorbereitung auf seine Aufgaben als zukünftiger Davis-Cup-Kapitän, fallen in dieses Zeitfenster. Hewitts durchstrukturierter Tagesablauf endet schließlich mit einem 15-minütigen Eisbad um 20:00 Uhr, lässt der Fitnesscoach wissen.

"Man muss ihn besiegen"

"Was Ausdauer und Beständigkeit betrifft, mit der Lleyton seinen Sport professionell auf höchstem Niveau jetzt schon über 20 Jahre lang betreibt, gibt es nur wenige Athleten, die mit ihm mithalten können", sagt Martin. Fast ehrfürchtig lobt der langjährige Fitnesscoach, wie unermüdlich Hewitt jede Trainingssession angeht, als wäre es seine letzte. "Er erscheint jeden Tag mit der gleichen Energie und Hingabe."
"Mit seinem Körper und seinen Genen ist er gesegnet", schwärmt Martin. Bei seiner Rekordteilnahme beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres - der 20. in Folge - werde sein Schützling so gut wie eh und je vorbereitet sein. Was letztendlich dabei herausspringt, hänge natürlich vor allem von der Auslosung ab.
Die Kombination Hewitt-Martin arbeitet künftig auch in kommerziellen Belangen zusammen. Denn kommende Woche bringt das Gespann eine Fitness-App auf den Markt. Seine letzte Saison wird der Vater dreier Kinder jedoch ab Sonntag in Perth beim Hopman Cup an der Seite von Jarmila Gajdosova starten. Im ersten Match geht es mit Team Australia Gold gegen Tschechien.
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