Chris Evert - Tennis-Ikone erinnert an Duelle mit Martina Navratilova: "Kalter Krieg war immer in der Nähe"

Der Krieg in der Ukraine weckt bei Tennis-Ikone Chris Evert dunkle Erinnerungen, wie sie im Exklusiv-Interview mit Eurosport verriet. Die 67-Jährige muss dabei sowohl an den Vietnam-Krieg als auch die Situation der osteuropäischen Spielerinnen während des Kalten Kriegs denken. Besonders bei Martina Navratilova sei ihr bewusst geworden, was der Kalte Krieg für einige Spielerinnen bedeute.

Martina Navratilova und Chris Evert

Fotocredit: Getty Images

Navratilova war zunächst noch für ihr Geburtsland Tschechoslowakei aktiv und emigrierte Ende der 1970er-Jahre in die USA. 1981 wurde sie nach Abschluss ihres Asylverfahrens US-Amerikanerin.
"Wenn wir gegen Martina gespielt haben, war der Kalte Krieg immer in der Nähe", so Evert. "Martina wurde von KGB-Aufpassern begleitet. Und sie waren eine konstante Größe auf der Tour. Und so wurde uns klar, dass Martina nicht die gleichen Freiheiten wie wir hatte."
Die Tennis-Legende fuhr fort: "In dem jungen Alter überzulaufen und ihre Familie zu verlassen, ohne zu wissen, ob sie sie jemals wiedersieht, war sehr bedeutend. Sie hat ein großes Statement abgegeben."
Auch an ihren Konkurrentinnen sei das nicht spurlos vorbeigegangen. "Es hat unsere gesamte Wahrnehmung von Freiheit verändert und wie wertvoll sie ist", sagte Evert. "Und es hat andere Spielerinnen und Spieler ebenfalls dazu beeinflusst, Freiheit zu suchen. Sie war ein gutes Vorbild."
Das könnte Dich auch interessieren: Offiziell: Djokovic verpasst beide Masters in den USA
picture

Murray's 'last dance' with Lendl fuelled by belief he can still win, says Corretja

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung