FC Bayern München denkt über neuen Mittelstürmer nach: Das sind die möglichen Kandidaten
Der FC Bayern München stellt den Kader auf den Prüfstand. Thomas Tuchel kommt nicht darum herum, schließlich ist er noch keine zwei Wochen in der Verantwortung. Doch auch die Klubführung ist nach dem Pokal-Aus alarmiert. Damit ploppt ein altes Dauerthema auf: Braucht es einen neuen Mittelstürmer? Hasan Salihamidzic ist da recht klar - und es geistern bereits illustre Kandidaten durch die Gazetten.
Fehlendes Momentum: Tuchel analysiert "bitteres" Bayern-Aus
Quelle: Perform
Die Zahlen sind in Stein gemeißelt. 344 Tore in 375 Pflichtspielen. Erzielt hat sie der einstige Bayern-Mittelstürmer Robert Lewandowski. Nur: Als der Pole den Rekordmeister nach Ablauf der vergangenen Saison verließ, wollte oder konnte der Klub keinen adäquaten Ersatz verpflichten.
Schien auch nicht zwingend nötig. Zum einen macht der bisherige Stellvertreter Eric Maxim Choupo-Moting seine Sache gut, zum anderen verpflichtete man mit dem 17-jährigen Toptalent Mathys Tel einen zentralen Angreifer für die Zukunft.
Den hohen Ansprüchen in München wird der Kader damit aber nicht gerecht. Das sieht inzwischen auch der Sportvorstand so. "Wir werden uns natürlich hinsetzen und schauen, was wir am Transfermarkt machen", betonte Hasan Salihamidzic nach der Viertelfinal-Niederlage im DFB-Pokal gegen den SC Freiburg.
Ob sich das Aus mit einem echten Neuner verhindern lassen hätte, ist fraglich, aber natürlich ist der FC Bayern auf der Position limitiert.
Salihamidzic: Mittelstürmer-Frage nicht das Problem
Fällt Choupo-Moting aus oder hat ein Tief, wird es eng. Bei der 1:2-Niederlage vor gut zwei Wochen in Leverkusen setzte der damalige Coach Julian Nagelsmann in der Spitze auf Thomas Müller und Sadio Mané. Beide haben ihre Stärken allerdings, wenn sie dahinter spielen beziehungsweise über die Flügel kommen können.
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Ernüchterung in München: "Keine Chance es gut zu machen"
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Tel zeigte bei seinen wenigen Auftritten zwar sein Potenzial und traf in der Meisterschaft schon viermal, eine echte Alternative in der heißen Phase der Saison kann der Teenager aber noch nicht sein.
Eine Verstärkung ist demzufolge angeraten, wenngleich Salihamidzic betonte, dass die zuletzt schwankenden Leistungen nicht an mangelnden Optionen im Angriff festzumachen seien. "Ich würde sagen, dass es eher an anderen Dingen fehlt, dass wir diese Energie nicht über einen längeren Zeitraum aufbringen", so der 46-Jährige.
Tuchel setzt bei Chelsea auf echten Neuner
Dennoch bleibt die Zentrale in der Offensive eine Baustelle. Eine Schließung derselben dürfte in Tuchels Interesse liegen, schließlich spielte der 49-Jährige schon bei Chelsea - zumindest auf dem Paper - mit einem "echten" Mittelstürmer.
Wahlweise stellte er Timo Werner, Kai Havertz oder auch Raheem Sterling in seinem bevorzugten 3-4-2-1-System als Neuner auf. So gewann Tuchel die Champions League, so wurde er FIFA-Welttrainer.
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Tuchel: Diese Spieler können Choupo-Moting ersetzen
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Man darf davon ausgehen, dass der Starcoach an der Säbener Straße klar kommuniziert, welchen Stürmer er gerne hätte für die nächste Spielzeit. Von Vereinsseite gibt es dazu noch keine belastbaren Informationen, Spekulationen über mögliche Kandidaten naturgemäß schon.
Füllkrug, Kane und Kolo Muani - wer kommt zu Bayern?
Der Name Niclas Füllkrug etwa fällt derzeit vermehrt. Nach "Sky"-Informationen habe sich der 30-Jährige bereits entschieden, Werder Bremen den Rücken zu kehren. Der Nationalspieler ist ein klassischer Neuner, führt mit 15 Treffern die Torjägerliste der Bundesliga an.
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Randal Kolo Muani
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Füllkrug, dessen Marktwert von "transfermarkt.de" auf 13 Millionen Euro taxiert wird, wäre eine verhältnismäßig günstige Option - im Unterschied zu Randal Kolo Muani, Harry Kane oder Victor Osimhen. Das Trio wird ebenfalls mit einem Wechsel nach München in Verbindung gebracht.
Um Kane und die Bayern gibt es seit geraumer Zeit Gerüchte, auch wenn Uli Hoeneß "diesen Transfer für völlig gaga" hält, wie er Anfang März bei einer Talkrunde der "Münchner Abendzeitung" betonte. Der Grund: Der Tottenham-Knipser ist bereits 30 Jahre alt, die Ablöse aber könnte am dreistelligen Millionenbereich kratzen.
Osimhen mit Bayern in Verbindung gebracht
Eine Dimension, in der auch ein Transfer von Neapels Osimhen liegen würde. Der Nigerianer ist allerdings erst 24 Jahre alt und perspektivisch die attraktivere Variante. Sowohl Kane als auch Osimhen dürften nur sehr schwer von einem Wechsel in die Bundesliga zu überzeugen sein.
Für Kolo Muani gilt das nicht, der Franzose spielt bereits in Deutschland und wird bei Eintracht Frankfurt immer stärker. Mit 12 Toren und 14 Vorlagen führt der 24-Jährige die Scorerwertung der Liga an. Laut "Sport Bild" und "Sport1" ist der Vizeweltmeister ein heißes Thema in München - und soll sich selbst gut vorstellen können, beim Rekordmeister anzuheuern.
100-Millionen-Euro-Deal? Bayern macht die Tür auf
Auch bei Kolo Muani müssten die Bayern tief in die Tasche greifen. Der Angreifer steht bei der Eintracht noch langfristig bis 30. Juni 2027 unter Vertrag, schon jetzt wird über eine Ablöse von bis zu 100 Millionen Euro spekuliert.
Bislang ist Lucas Hernández der teuerste Bayern-Profi, der Innenverteidiger kam 2019 für rund 80 Millionen Euro von Atlético Madrid an die Isar. Gut möglich, dass der FC Bayern seine finanzielle Schmerzgrenze nun nach oben korrigiert.
"Können wir uns einen solchen Transfer leisten - und wollen wir uns einen solchen Transfer leisten? Grundsätzlich schließe ich im Leben nichts aus", machte Dr. Michael Diederich, Finanzvorstand des Klubs, die Tür im Klubmagazin "51" für einen 100-Millionen-Euro-Deal ein wenig auf.
Die Jagd nach dem Double in dieser Saison muss Tuchel aber ohne neuen Mittelstürmer meistern.
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"Brauche eine Nacht": Tuchel will keine Systemfrage stellen
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