Notfall-Toilettenpause sorgt für kuriose Strafe beim Tennis - Nardi bekommt drei Punkte abgezogen und siegt dennoch
Publiziert 15/05/2025 um 15:56 GMT+2 Uhr
Luca Nardi sorgte beim Challenger-Turnier in Turin mit einer Toilettenpause für ungewöhnliche Szenen. Der 21-Jährige musste im Match gegen den Argentinier Mariano Navone beim Stand von 5:5 im dritten Satz plötzlich den Platz verlassen. Schiedsrichter Alessandro Germani verkündete eine "Notfall-Toilettenpause" des Italieners, obwohl dies in der Mitte eines Satzes laut ATP-Regeln verboten ist.
Luca Nardi legte in Turin eine Notfall-Toilettenpause ein
Fotocredit: Getty Images
Offenbar konnte Nardi die Pause nicht verschieben, daher erlaubte der Schiedsrichter die Unterbrechung. Ungeschoren kam die Nummer 95 der Welt aber nicht davon. Germani erklärte in Nardis Abwesenheit, dass der Italiener wegen "Time Violations", also Zeitüberschreitungen der "Shot Clock" beim Aufschlag, bestraft werden würde.
Als Nardi schließlich zu seinem Aufschlagspiel zurückkam, erteilte der Schiedsrichter drei Strafpunkte, da die Uhr während der Abwesenheit des 21-Jährigen drei Mal abgelaufen war. Somit war der Stand bereits 0-40 aus Sicht von Nardi.
Navone nutzte diesen Vorteil und holte sich das Break zum 6:5. Doch sein drei Jahre jüngerer Gegner blieb davon unbeeindruckt: Nardi holte sich direkt das Rebreak und gewann den anschließenden Tiebreak 7:2. Der Weltranglisten-95. zog mit dem kuriosen 6:1, 5:7, 7:6 (7:2) ins Achtelfinale des Challenger-Turniers ein.
Gegen den an Position fünf gesetzten Argentinier Camilo Ugo Carabelli verlor Nardi dann allerdings klar: 2:6, 4:6, lautete das Ergebnis. Beim Heim-Masters in Rom war der junge Italiener zuvor in der zweiten Runde an Top-Ten-Spieler Alex de Minaur gescheitert (4:6, 5:7).
Das könnte Dich auch interessieren: Zverev wütet bei Aus: "Wir spielen mit scheiß Kinderbällen"
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/05/15/4123979-83617228-2560-1440.png)
Musetti zu stark, Titelverteidiger Zverev ist raus - Highlights
Quelle: Perform
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung