Masters Rom - Alexander Zverev kassiert Dämpfer für French Open und wütet über "scheiß Kinderbälle"
Herber Dämpfer für Alexander Zverev im Vorfeld der French Open: Die deutsche Nummer eins kassierte im Viertelfinale des ATP Masters in Rom gegen Lokalmatador und Olympia-Angstgegner Lorenzo Musetti eine schmerzliche 6:7 (1:7), 4:6-Niederlage. Schon während des Matches hatte Zverev im Foro Italico den Grund für seine Probleme und Musettis Vorteile ausgemacht: zu große Bälle.
Musetti zu stark, Titelverteidiger Zverev ist raus - Highlights
Quelle: Perform
Plötzlich wurde es Alexander Zverev zu bunt.
Nach dem dritten Aufschlagspiel im zweiten Satz nahm der Hamburger einen Turnier-Offiziellen ins Visier. "Guck dir das an! Es ist unmöglich mit diesem Scheiß Tennis zu spielen", wütete Zverev und warf dem Mann einen Ball zu.
Was er mit "diesem Scheiß" meinte? Die Spielbälle der Firmal "Dunlop": "Ich habe genug davon, wir spielen heutzutage mit scheiß Kinderbällen." Auch eine Sanktionsandrohung seitens des Stuhlschiedsrichters stoppte Zverevs Rage nicht.
"Das ist mir egal. Gib mir eine Verwarnung! Man kann mit diesen Bällen keine Winner schlagen. Wir haben als Achtjährige mit diesen Bällen gespielt", schimpfte der 28-Jährige weiter. Am Ende kam er auf dieselbe Winner-Anzahl wie sein Gegner (20:20).
Musetti als neuer Angstgegner
In die Spur fand Zverev im weiteren Verlauf des Duells mit Lorenzo Musetti nicht mehr, am Ende stand ein 6:7 (1:7), 4:6 und damit das Aus im Viertelfinale von Rom zu Buche.
Ein herber Dämpfer mit Blick auf die anstehenden French Open (25. Mai bis 8. Juni live bei Eurosport und bei discovery+), immerhin ist das Masters in der Ewigen Stadt das letzte große Vorbereitungsturnier auf den Pariser Sandplatz-Klassiker.
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Alexander Zverev scheitert im Viertelfinale von Rom
Fotocredit: Getty Images
War Zverev die Generalprobe für Roland-Garros mit dem Triumph in Rom im vergangenen Jahr noch gelungen, fand er diesmal in Lokalmatador Musetti einmal mehr seinen Meister. Viermal trafen die beiden bislang aufeinander, dreimal (unter anderem im Viertelfinale bei den Olympischen Spielen 2024) behielt der Italiener die Oberhand.
Am Mittwochabend reihte sich Musetti endgültig in die Riege der Zverev-Angstgegner um Francisco Cerúndolo (Bilanz: 0:3), Taylor Fritz (5:7) und Daniil Medvedev (7:12) ein.
Zverev: "Die Bälle waren ein Witz"
Auch, weil ihm deutlich weniger Unforced Errors unterliefen (22) als der deutschen Nummer eins (36). "Er ist abhängig von seiner Defensive. Er ist sehr abhängig davon, dass seine Gegner Fehler machen", erklärte Zverev mit Blick auf seinen Kontrahenten.
Zverev tat Musetti den Gefallen. Ein Aspekt, der den Olympiasieger von Tokio wieder zum Spielgerät brachte. "Die Bälle waren heute ein Witz", kritisierte er im Anschluss ans Spiel.
Er schob nach: "Sie sagen, wir spielen in Monaco, Madrid und München mit den gleichen Bällen. Dann kommen wir hierher und die Bälle sind ganz anders. Sie sind sehr groß und es ist schwierig, Winner zu schlagen."
Bleib aus Zverevs Sicht der Trost, dass bei Roland-Garros andere Bälle ("Wilson") zum Einsatz kommen als in Rom.
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