Naomi Osaka und ihr vielsagender Tweet Richtung John Isner

Naomi Osaka hat via Twitter ein Statement zu den Unruhen in den USA abgegeben, das klar auf einen Tennis-Kollegen abzielt. "Wenn man über die Plünderungen schreibt, bevor man über den Tod eines unbewaffneten schwarzen Mannes spricht", schrieb die Japanerin mit haitianischen Wurzeln auf Twitter und garnierte ihren Tweet mit vier Clown-Emojis. Zuvor hatte John Isner über Plünderungen getwittert.

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Kurz vor Osaka hatte sich nämlich Tennis-Profi John Isner ebenfalls auf der Social-Media-Plattform geäußert.
Der US-Amerikaner meinte im Bezug auf die Brandstiftung an einer Kirche in Washington D.C.: "Die St.-John's-Kirche ist ein 205 Jahre altes historisches Wahrzeichen und ein Ort des Heilens. Das ist absolut erbärmlich. Verhaftet diese anarchistischen Verlierer."

Osaka kritisiert Social-Media-Verhalten

Isner hatte sich nach dem Tod von Floyd am 25. Mai und den darauf folgenden landesweiten Protesten gegen Polizeigewalt und Rassismus auf Twitter zurückgehalten und kein Statement dazu abgegeben.
Die Fans der ehemaligen Weltranglistenersten bezogen daher den Tweet von Osaka auf den US-Amerikaner.
Die 22-Jährige kritisierte: "Ich sehe, dass manche Leute nach den ersten Geschehnissen eine Woche auf Twitter verschwinden. Aber sobald das Plündern losgeht, sind sie schnell wieder da, um uns stündlich über ihre Gefühle aufzuklären."
Der Afroamerikaner George Floyd war in der vergangenen Woche bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis gestorben, nachdem ein weißer Polizist ihm minutenlang sein Knie in den Nacken gedrückt hatte.
Seit Tagen gibt es Demonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus in zahlreichen US-Städten. Dabei kam es teilweise zu gewalttätigen Auseinandersetzungen und Plünderungen.
(mit SID)
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