Die an Position sieben gesetzte Lisicki verpasste beim WTA-Turnier in New Haven/Connecticut durch ein 5:7, 3:6 gegen Anastasia Pawljutschenkowa aus Russland den Sprung ins Viertelfinale und kassierte ihre zweite Niederlage im dritten Match nach ihrem Wimbledon-Coup im Juli.
Auch Angelique Kerber verpatzte die Generalprobe für die am kommenden Montag in New York beginnenden US Open.
Die 25-jährige Linkshänderin musste sich als Numer zwei der Setzliste überraschend Jelena Wesnina 2:6, 4:6 geschlagen geben. Die vorherigen drei Duelle mit der Russin hatte Kerber allesamt gewonnen. "Ich habe versucht zu kämpfen, aber sie hat gut gespielt, und ich habe meinen Rhythmus nicht gefunden", sagte die ratlose Kielerin: "Manchmal hat man solche Tage."
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"Die Messlatte sehr hoch gelegt"
Nach den Enttäuschungen der letzten Wochen und dem Abrutschen in der Weltrangliste von Position fünf auf zehn will Kerber im Big Apple das Blatt zum Guten wenden. Bereits vor dem letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres gestand sie im Rückblick auf die Saison Fehler ein.
"Ich hatte mir die Messlatte am Anfang des Jahres sehr hoch gelegt. Ich wollte einfach noch mehr. Ich habe mir selbst Druck gemacht, obwohl der Druck von außen schon sehr groß war", sagte Kerber. Deshalb sei sie in alte, längst vergessen geglaubte Muster verfallen.
Mit der Favoritenrolle hat sich "Angie" im Jahr nach ihrem großen Durchbruch noch immer nicht ganz angefreundet. "Daran gewöhne ich mich langsam, aber das Ganze ist trotzdem noch nicht so gefestigt. Das braucht noch etwas Zeit", sagte die Wimbledon-Halbfinalistin von 2012, die zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres bereits 23 Siege mehr auf dem Konto hatte.
"Das letzte Quäntchen fehlt noch"
Nach der Niederlage in New Haven kündigte sie an, direkt am nächsten Tag wieder auf den Court zu gehen. Training als Frustbewältigung vor dem für Kerber ganz besonderen Turnier. 2011 erreichte sie völlig überraschend das Halbfinale von New York. Es war der Beginn einer wundersamen Reise, die die Fed-Cup-Spielerin 2012 mit dem Aufstieg in die Weltspitze und zwei Turniererfolgen krönte.
In der bisherigen Saison wartet sie noch vergeblich auf einen großen Sieg. "Aber ich kann es ja, das habe ich letztes Jahr bewiesen", sagte die in Flushing Meadows an neun gesetzte Kerber: "Jetzt fehlt noch das letzte Quäntchen, um den Sprung nach oben zu schaffen." Gegen Wesnina lag sie im zweiten Satz bereits mit einem Break und 3:2 in Führung, konnte dann aber ihre Chancen nicht nutzen. Von insgesamt zehn Breakmöglichkeiten vergab sie sechs.
Lisicki indes startete stark und ging gegen Pawljutschenkowa schnell mit 3:0 in Führung. Dann aber gewann die Russin, Nummer 34 im Ranking, sieben der nächsten neun Spiele. Fed-Cup-Teamchefin Barbara Rittner ist mit Blick auf die US Open trotzdem optimistisch: "Ich bin sicher, dass Sabine in Flushing Meadows gut spielen wird." Allerdings fehlt der Berlinerin die Matchpraxis auf Hartplatz, da sie nach Wimbledon wegen einer Handgelenkverletzung länger als erwartet pausieren musste.
Ebenfalls gescheitert ist in der Uni-Stadt New Haven Annika Beck. Die Einser-Abiturientin aus Bonn unterlag in ihrem Erstrundenmatch der an Nummer drei gesetzten Tschechin und Titelverteidigerin Petra Kvitova trotz Satzführung 6:4, 3:6, 3:6. Damit ist Julia Görges die einzig verbliebene Deutsche in dem mit 690.000 US-Dollar dotierten Turnier. Die Fed-Cup-Spielerin trifft in Runde zwei auf Sloane Stephens.
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