Nick Kyrgios für Grand-Slam-Revolution: Drei-Satz-Modus bis zum Viertelfinale macht "erste Woche spannender"
VonLukas Fegers
Publiziert 26/11/2024 um 14:51 GMT+1 Uhr
Best-of-Three bis zum Viertelfinale? Diese Reform würde Nick Kyrgios bei Grand Slams "sofort" einführen. "Wie oft haben wir schon gesehen, dass einer der besten Spieler der Auslosung den ersten Satz verliert und man denkt: Er kommt zurück und gewinnt trotzdem", sagte der Australier mit Blick auf den klassischen Fünf-Satz-Modus. Verkürzte Matches aber könnten "die erste Woche spannender" machen.
Good Trouble with Nick Kyrgios: Why it's so hard to 'get an edge' in tennis
Quelle: Eurosport
Seine innovative Idee untermauerte Kyrgios im "The Sit-Down Podcast" mit einem Beispiel von den vergangenen US Open. Dort hatte sein Landsmann Li Tu dem Spanier Carlos Alcaraz als Qualifikant früh einen Satz abgenommen und zum zwischenzeitlichen 1:1 ausgeglichen.
"Dann ist es nur noch ein Satz – und das könnte die gesamte Karriere von Li verändern. Wenn er Alcaraz bei den US Open auf dem Centre Court schlägt, wird man zu einem Namen. Das wäre eine coole Sache, die sich ändern könnte", meinte Kyrgios mit der Hoffnung auf mehr Überraschungen. Ab dem Viertelfinale würden dann wieder "die besseren Spieler das Best-of-Five-System gewinnen".
Der 29-Jährige ergänzte, dass eine solche Modus-Änderung auch den Turnierorganisatoren bei der Spielterminierung helfen würde. Diese gerate in der ersten Woche nämlich "außer Kontrolle", so der frühere Wimbledon-Finalist, der bei den kommenden Australian Open sein Grand-Slam-Comeback nach langer Verletzungspause geben wird.
"Ich meine, die Spiele der Männer enden nicht vor zwei oder drei Uhr morgens. Das ist einfach nicht tragbar", hob Kyrgios hervor.
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"Lächerlich!" Kyrgios dementiert Rücktritssgerüchte
Quelle: Eurosport
Tennisprofis mit Mikrofonen ausstatten
Neben dem Best-of-Three-Modus bis zum Viertelfinale präsentierte Kyrgios, der für seine meinungsstarken Aussagen bekannt ist, gleich noch weitere interessante Ideen im Podcast.
So schlug er einerseits vor, die Tennisprofis mit Mikrofonen auszustatten. Das könnte die Attraktivität des Sports weiter steigern.
Denn: Vor wichtigen Punkten führten viele Spieler Selbstgespräche, auch er selbst mache das manchmal. "Die Inhalte, die man daraus erstellen könnte, würden die Fans bereits an ihr Handy fesseln", vermutet Kyrgios.
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Drei-Satz-Modus und Mikrofone: Nick Kyrgios hat einige Grand-Slam-Ideen.
Fotocredit: Getty Images
Kyrgios fordert mehr Mixed-Doppel
Andererseits sprach sich die einstige Nummer 13 der Welt dafür aus, mehr Mixed-Doppel außerhalb der Grand-Slam-Turniere einzuführen. "Bei Masters sollte es statt Männer- und Frauen-Doppel einfach gemischt sein", forderte Kyrgios.
Ihm zufolge hebe sich das Tennis damit ab. "In welcher anderen Sportart kann man seine Lieblingssportlerin und seinen Lieblingssportler auf derselben Seite des Netzes gegeneinander antreten lassen - und das zu einem guten Preisgeld?", fragte der Australier, der selbst bereits mit Ikonen wie Serena und Venus Williams im Mixed aufschlug.
So etwas gebe es "in keiner anderen Sportart", argumentierte Kyrgios.
Zwar vergaß er dabei Randsportarten wie Tischtennis oder Badminton, in denen solche Formate an der Tagesordnung sind. Doch hinsichtlich der großen Sportarten wie Fußball oder Basketball sprach Kyrgios durchaus einen validen Punkt an.
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