Nick Kyrgios reagiert auf dreimonatige Dopingsperre für Jannik Sinner: "Schlechter Tag für das Tennis"
Jannik Sinner wird wegen seines Dopingvergehens im Jahr 2024 von der WADA für drei Monate gesperrt. Nick Kyrgios reagierte auf "X" enttäuscht auf die aus seiner Sicht zu lasche Strafe: "Ein trauriger Tag für den Tennissport. Fairness gibt es im Tennis nicht." Kyrgios war seit Bekanntwerden des Dopingfalls Sinner als lauter und scharfer Kritiker des Weltranglistenersten aus Italien aufgetreten.
Jannik Sinner akzeptiert Sperre in Dopingverfahren
Quelle: Perform
Lange dauerte es nicht, bis sich Nick Kyrgios zur am Samstag offiziell verkündeten Dopingsperre meldete.
Am Samstagvormittag teilte die WADA mit, dass Australian-Open-Sieger Jannik Sinner einer dreimonatigen Dopingsperre vom 9. Februar bis 4. Mai 2025 zugestimmt habe.
Im März 2024 war der Italiener gleich zwei Mal positiv auf Clostebol getestet worden, nun akzeptierte er nach einem Vergleich seine Strafe.
Geht es nach Kyrgios, hätte diese deutlich deftiger ausfallen müssen. Es sei ein "schlechter Tag für das Tennis", bilanzierte der Australier auf "X".
Die WADA habe angekündigt, so Kyrgios, "dass es sich um eine Sperre von ein bis zwei Jahren handeln würde. Offensichtlich hat das Sinner-Team alles in seiner Macht Stehende getan, um einfach weiterzumachen und eine Sperre von drei Monaten hinzunehmen, ohne Titel und Preisgeld zu verlieren."
Schuldig oder nicht, es sei "ein trauriger Tag für den Tennissport. Fairness gibt es im Tennis nicht".
Sinner äußert sich erleichtert
Durch die Sperre wird Sinner nun die vier Masters in Indian Wells, Miami, Monte Carlo und Madrid verpassen, könnte aber kurz vor den French Open (live im TV und im Livestream bei discovery+) noch beim Heimspiel in Rom, ebenfalls ein Turnier der Masters-Kategorie, an den Start gehen.
"Dieser Fall hing seit fast einem Jahr über mir, und der Prozess hätte noch eine ganze Zeit fortgedauert mit einem vielleicht erst Ende des Jahres zu erwartenden Urteil", sagte der Südtiroler in einer Stellungnahme: "Ich habe immer akzeptiert, dass ich für mein Team verantwortlich bin und weiß, dass die strengen Regeln der WADA ein wichtiger Schutz für den Sport sind, den ich liebe. Auf dieser Grundlage habe ich das Angebot der WADA angenommen, dieses Verfahren auf der Grundlage einer dreimonatigen Sanktion zu lösen."
Laut Kyrgios eine viel zu lasche Strafe. "Er wurde für schuldig befunden - daher die Sperre. Ihm wurde aber nichts abgenommen (Titel und Weltranglistenpunkte in der Vergangenheit, Anm. d. Red.) und er darf die French Open spielen. Ein trauriger, trauriger, trauriger Tag", antwortete er auf den Post eines Users.
Mit seinem Ärger über das Urteil stehe Kyrgios nicht alleine da. Der Wimbledon-Finalist von 2022 und kündigte an, den Fall weiter öffentlich zu kommentieren. "Ich kenne viele Spieler, denen es momentan genauso geht, und versuche deshalb, nächste Woche Live-Slots freizuhalten, damit wir darüber reden können."
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Sinner exklusiv: Das passiert mit dem Australian-Open-Pokal
Quelle: Eurosport
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