Dopingsperre für Jannik Sinner: Italiener akzeptiert WADA-Urteil - drei Monate Strafe für positive Tests

Tennis-Superstar Jannik Sinner wird für drei Monate gesperrt: Der Italiener akzeptierte das Urteil der WADA in seinem Dopingfall nach zwei positiven Tests im letzten März und ist damit vom 9. Februar bis zum 4. Mai gesperrt. Dies gab die Weltantidopingagentur nun bekannt. Damit kann der 23-Jährige bei den French Open in Paris wieder an den Start gehen - diese starten ab dem 25. Mai.

Jannik Sinner akzeptiert Sperre in Dopingverfahren

Quelle: Perform

Die WADA teilte mit, dass sie aufgrund der Einigung mit Sinner nun ihren Einspruch beim CAS zurückgezogen habe. Der Fall wäre im April vor dem Internationalen Sportgerichtshof verhandelt worden.
Der dreimalige Grand-Slam-Sieger erklärte, die WADA habe akzeptiert, dass "keine Absicht" vorgelegen habe und er "keinen Wettbewerbsvorteil aus den beiden positiven Tests gezogen" habe.
"Dieser Fall hing seit fast einem Jahr über mir, und der Prozess hätte noch eine ganze Zeit fortgedauert mit einem vielleicht erst Ende des Jahres zu erwartenden Urteil", sagte der Italiener in einer Stellungnahme erleichtert: "Ich habe immer akzeptiert, dass ich für mein Team verantwortlich bin und weiß, dass die strengen Regeln der WADA ein wichtiger Schutz für den Sport sind, den ich liebe. Auf dieser Grundlage habe ich das Angebot der WADA angenommen, dieses Verfahren auf der Grundlage einer dreimonatigen Sanktion zu lösen."

Sinner verpasst Top-Turniere durch Sperre

Sinner wird durch die Sperre nun die ATP-Turniere in Indian Wells, Miami, Monte Carlo und Madrid verpassen, könnte aber kurz vor den French Open (live im TV und im Livestream bei discovery+) noch beim Heimspiel in Rom aufschlagen.
Auf Sinners nun laufende Sperre werden jene vier Tage angerechnet, die er im Vorjahr bereits vorübergehend gesperrt gewesen war, so die Mitteilung der WADA.

WADA sieht keine Dopingabsicht bei Sinner

Sinner war im März 2024 zweimal positiv auf Clostebol getestet worden. Die zuständige ITIA akzeptierte Sinners Argumentation, dass das Steroid unabsichtlich bei einer Behandlung durch seinen Physiotherapeuten in seinen Körper gelangt sei. Die WADA war gegen die Entscheidung vorgegangen und hatte eine Sperre von ein bis zwei Jahren erreichen wollen, stellte nun aber fest, dass Sinner "nicht die Absicht hatte zu betrügen".
"Die WADA war aufgrund der Umstände dieses konkreten Falls bereit, einer Vergleichsvereinbarung gemäß Artikel 10.8.2 des Welt-Anti-Doping-Codes zuzustimmen, um ein faires und angemessenes Ergebnis sicherzustellen", schrieb die Agentur.
Sie akzeptiere "die Erklärung des Athleten für den Verstoß, wie sie in der  Entscheidung erster Instanz dargelegt wurde." Aus WADA-Sicht habe Sinner "nicht betrügen wollen", der Kontakt mit Clostebol haben "keinen leistungssteigernden Nutzen gebracht", dieser sei "ohne sein Wissen aufgrund der Fahrlässigkeit von Mitgliedern seines Teams" geschehen.
Sinners Anwalt Jamie Singer freute sich, dass "Jannik endlich diese erschütternde Erfahrung hinter sich lassen kann. Es ist offensichtlich, dass er weder eine Absicht, noch das Wissen und auch keinen Wettbewerbsvorteil hatte."
(mit SID)
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Finale: Zverev beißt sich an Sinner die Zähne aus - Highlights

Quelle: Eurosport


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