Novak Djokovic holt Andy Murray nach dessen Karriereende in sein Trainerteam - der Schlüssel zu Grand-Slam-Titel 25?

Nach Boris Becker und Goran Ivanisevic hat sich Novak Djokovic den nächsten großen Ex-Spieler in sein Trainerteam geholt: Andy Murray beendete seine Karriere erst nach den Olympischen Spielen in Paris 2024 und soll nun dabei mithelfen, seinem einstigen Rivalen und Freund zum ersehnten Grand-Slam-Titel Nummer 25 zu verhelfen. Eurosport-Experte Nicolas Mahut analysiert das neue Duo.

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Quelle: Eurosport

"Andy war jahrelang sein Rivale und sie kennen sich seit Kindertagen", sagte die französische ehemalige Nummer eins der Doppel-Weltrangliste exklusiv gegenüber Eurosport Frankreich. "Das wird Djokovic einen Schub geben und die nötige Motivation. Ich habe das Gefühl, dass wir 2025 einen 'Super-Novak' sehen könnten."
Der schottische ehemalige Weltranglistenerste ist nur eine Woche älter als sein neuer Schützling, diese Partnerschaft ist bemerkenswert, da sich beide über viele Jahre in einem erbitterten sportlichen Wettstreit befanden. Zweimal besiegte Murray den Serben in einem Grand-Slam-Finale - bei den US Open 2012 und in Wimbledon 2013.
Beide verband aber schon seit ihrer Jugend eine enge Freundschaft. Nach einem Jahr, indem Djokovic zwar mit dem Olympiasieg seine Karriere krönte, aber zum ersten Mal seit 2017 keinen Grand-Slam-Titel gewinnen konnte, soll Murray der entscheidende Schlüssel sein zu Grand-Slam-Titel Nummer 25.
Der Schotte musste sich in seiner aktiven Zeit gegen die "Big Three" aus Djokovic, Roger Federer und Rafael Nadal behaupten. Diese Erfahrung könnte sich Djokovic nun zunutze machen, wenn es gegen die nächste Generation aus Jannik Sinner und Carlos Alcaraz geht, die dem 37-Jährigen in diesem Jahr (mit Ausnahme des Olympia-Finales gegen den Spanier) seine Grenzen aufgezeigt haben.
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Tennis: Novak Djokovic und Andy Murray 2019 beim gemeinsamen Training bei den Australian Open in Melbourne

Fotocredit: Getty Images

Djokovic mit Botschaft an die Rivalen

Mit Murray habe der Serbe einen "Kämpfer, der Niederlagen hasste" ausgewählt, sagte der französische Eurosport-Experte George Goven. Er habe nie den einen harten Schlag oder die Kraft gehabt, um gegen das "Monstertrio" zu bestehen, dies aber durch Kampfgeist und taktische Finesse immer wieder wettmachen können.
Mit Erfolg: 41 Wochen lang war Murray 2016 und 2017 die Nummer eins der Tennis-Welt und gewann insgesamt drei Grand-Slam-Titel.
Mehr noch als eine taktische Entscheidung würde Djokovic damit zeigen, dass er die Situation eines Außenseiters akzeptiert, der Lösungen gegen seine jüngeren Rivalen finden muss, sagte Goven, der selbst auch als Berater und Trainer arbeitet und einst bei den French Open in Einzel wie Doppel im Halbfinale stand.
"Djokovic sendet eine sehr starke Botschaft", fügte Goven hinzu. "Er sagt seinen Gegnern: 'Hier, ich rüste auf, ich hole mir etwas mehr Hilfe, um euch zu schlagen'".
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Novak Djokovic und Andy Murray kennen sich bereits seit Jugend-Tagen

Fotocredit: Getty Images

Die "Alte Generation" ist noch da

Der 24-fache Grand-Slam-Champion hat Erfahrung mit Coaches, die selbst als Aktive in der absoluten Weltspitze waren. Er arbeitete früher schon mit Boris Becker, Andre Agassi und zuletzt mit Goran Ivanisevic zusammen, deren Zusammenarbeit im Frühjahr 2024 endete.
Auch die anderen Teile der "Big Three" hatten gerade Richtung Herbst ihrer Karriere die Zusammenarbeit mit ehemaligen Stars gesucht. Federer arbeitete zwei Jahre mit Stefan Edberg zusammen, Nadal holte sich Carlos Moya von 2017 bis zum Karriereende an die Seite. Murray selbst hatte seine beste Zeit unter der Führung vom ehemaligen Weltranglistenersten Ivan Lendl.
"Wer kann heute jemanden wie Djokovic trainieren? Es gibt nur wenige Persönlichkeiten, die ihm einen Vorteil verschaffen können. Ein paar liebe Worte eines Trainers, die kann er nicht gebrauchen", erklärte Goven die späte Tendenz zum "Super-Trainer".
Ein weiteres Signal senden Djokovic und Murray an die "Jungspunde" Alcaraz und Sinner: Die "Alten" sind noch da und räumen das Feld nicht kampflos.
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Quelle: Eurosport


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