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Novak Djokovic von Schweizer Tennis-Chef Stammbach kritisiert
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Publiziert 13/09/2020 um 17:45 GMT+2 Uhr
Novak Djokovic muss sich erneut einige Kritik anhören. René Stammbach, der Chef des Schweizer Tennis-Verbandes, hat unter anderem mit der Gründung der neuen Spielervereinigung ein Problem. "Das ist eine unsägliche Trennung in einer Zeit, in der man einig sein sollte. Wo ist die Agenda? Was wollen Djokovic und Co. damit bewirken?", fragte Stammbach gegenüber der Schweizer Zeitung "Blick".
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Zugleich stellte sich dem Vize-Präsidenten des Internationalen Tennisverbandes ITF die Frage, wer die Hintermänner dieser Aktion sind. Es sei schließlich nur schwer nachzuvollziehen, "dass ein Vollprofi, der sein Leben dem Sport widmet und Familie hat, noch Zeit hat, eine sportpolitische Agenda aufzustellen".
Es gebe daher zweifelsfrei "Absichten und Drahtzieher", ist sich der Schweizer sicher: "Aber wir wissen nicht, wo die herkommen, kennen sie nicht."
In dem Interview nahm Stammbach Djokovic aber auch in Schutz. Denn an sich findet der Schweizer Tennis-Chef die Idee einer unabhängigen Spielervereinigung nicht verkehrt. "Sie sind sofort aus dem ATP Players Council zurückgetreten. Sie sind konsequent. Das heißt, sie wollen mutmaßlich wirklich etwas anderes aufbauen", sagte Stammbach.
Djokovic disqualifiziert: "Kannst du dir nicht erlauben"
Auch die Disqualifikation des Serben im Achtelfinale der US Open war ein Thema. Der ITF-Vize meinte dazu: "Das war einfach unglaubliches Pech. Ich glaube, es sind sich alle einig, dass keine Absicht dabei war. Aber natürlich ist es ein Regelverstoß. Der Ausschluss aus dem Turnier ist richtig, aber natürlich brutal für ihn. Er hat es moralisch gesehen nicht verdient."
Es gebe allerdings auch nur so viel Diskussion darüber, da es sich bei Djokovic um den Weltranglistenersten handelte. "Wäre er die Nummer 125 hätte das nicht solche Schlagzeilen verursacht", ist sich Stammbach sicher.
Das Gelbe vom Ball - der Eurosport Tennis-Podcast: !
Roger Federer oder Rafael Nadal wäre ein solcher Fauxpas aber nicht passiert, glaubt Stammbach, der kritisch anfügte: "Wenn man derart im Rampenlicht steht und unangefochten die Nummer eins ist, kannst du dir solche Sachen nicht erlauben."
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