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Olympia 2024: Alexander Zverev, Carlos Alcaraz, Rafael Nadal, Novak Djokovic und Jannik Sinner im Favoriten-Check
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Update 20/07/2024 um 18:49 GMT+2 Uhr
Die Olympischen Spiele in Paris bilden natürlich auch im Tennis den goldenen Höhepunkt der Saison. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich die Startliste wie ein Who's who liest: Titelverteidiger Alexander Zverev, die diesjährigen Grand-Slam-Sieger Jannik Sinner und Carlos Alcaraz, Novak Djokovic und Rafael Nadal träumen von Gold. Doch wer vermag sich den Traum in Roland-Garros zu erfüllen?
Nadal über US Open: "Werde mich nach Olympia entscheiden"
Quelle: Perform
Zwischen 27. Juli und 4. August rückt Roland-Garros zum zweiten Mal in diesem Jahr ins Rampenlicht. Nur wenige Wochen nach den French Open, bei denen sich Carlos Alcaraz in einem Fünf-Satz-Finale gegen Alexander Zverev behauptete (6:3, 2:6, 5:7, 6:1, 6:2), kehrt die Tennis-Elite in die französische Hauptstadt zurück.
Neben den beiden Finalisten fletschen in der französischen Hauptstadt aber noch andere Stars die Zähne.
Jannik Sinner, seit Anfang Juni Nummer eins der Welt, sehnt sich nach seinem Triumph bei den Australian Open nach dem nächsten Coup. Rafael Nadal will im Spätherbst seiner Karriere seine goldenen Erinnerungen an Peking 2008 (Einzel) und Rio de Janeiro 2016 (Doppel) aufleben lassen.
Novak Djokovic will indes die letzte verbliebene Lücke in seinem Trophäenschrank schließen.
Die Auslosung des Olympia-Turniers findet übrigens am 25. Juli um 11:00 Uhr statt.
Olympia 2024: Zverev beschwört Geister von Tokio
Als Titelverteidiger muss Zverev ohne jeden Zweifel zu den Favoriten auf die Goldmedaille zählen. Doch auch in den vergangenen Monaten bewies der Hamburger seine Qualitäten - und zwar vor allem auf rotem Belag.
Auf dem Weg zum Titel beim ATP-Masters in Rom gab Zverev nur einen einzigen Satz ab, bei den French Open schrammte er in einem dramatischen Endspiel an seinem ersten Grand-Slam-Triumph vorbei. Bei seinem Heimturnier in Hamburg steht Zverev im Finale. Ein Titel kurz vor Olympia wäre auch mental die optimale Vorbereitung.
Einen großen Unterschied zu den Olympischen Spielen 2021 in Tokio, dem Ort seines größten Triumphes, gibt es jedoch. Vor drei Jahren eroberte Zverev die Goldmedaille unter "sterilen" Bedingungen, Fans waren im Ariake Tennis Park aufgrund der Corona-Pandemie nicht erlaubt.
Einen Nachteil stellen die veränderten Bedingungen aber keineswegs dar - im Gegenteil. Zverev gilt in Roland-Garros als Publikumsliebling, das Publikum könnte dem amtierenden Olympiasieger durchaus Flügel verleihen.
Eine Statistik unterstreicht die Favoritenrolle der deutschen Nummer eins besonders. Zverev feierte in dieser Saison satte 42 Siege - mit diesem Wert kann einzig Sinner mithalten.
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Siege für die Ewigkeit: Zverev und Bencic erfüllen sich Traum von Gold
Quelle: Eurosport
Olympia 2024: Sinner peilt das Triple an
Der Südtiroler hat ein bewegtes halbes Jahr hinter sich. Im Januar triumphierte Sinner im Finale der Australian Open gegen Daniil Medvedev (3:6, 3:6, 6:4, 6:4, 6:3), auf dem Weg dorthin schaltete er unter anderem einen gewissen Djokovic aus (6:1, 6:2, 6:7, 6:3). Sowohl in Rotterdam als auch beim Masters in Miami holte er sich den Titel. Bei den French Open war gegen den späteren Triumphator Alcaraz im Halbfinale Schluss (6:2, 3:6, 6:3, 4:6, 3:6).
Sinner scheint sich demnach in einer optimalen Ausgangsposition zu befinden. Das Triple aus Grand Slam, Nummer eins und Olympia-Gold ist zum Greifen nah - doch der Schein trügt.
Sein Viertelfinal-Aus in Wimbledon war nämlich auch auf seine körperliche Verfassung zurückzuführen. Aus dieser Erfahrung zog der Italiener Konsequenzen, die sich auf Oylmpia auswirken. "Ich bin traurig, mich aufgrund von Ermüdung vom Turnier in Bastad abmelden zu müssen", teilte Sinner seinen Fans via Instagram mit.
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Jannik Sinner lässt sich in Wimbledon behandeln
Fotocredit: Getty Images
Auf den ersten Blick kein Beinbruch für den Branchenprimus, schließlich handelt es sich "nur" um ein kleineres 250er-Event.
Doch damit fehlt Sinner der notwendige Zwischenschritt, die Eingewöhnungsphase auf Sand nach dem Abenteuer auf dem heiligen Rasen.
Wie er diesen Kaltstart auf Rot wegsteckt, wird sich damit wohl erst in der 1. Runde bei Olympia herausstellen.
Olympia 2024: Alcaraz, die Mammutaufgabe
Und dann wären wir schon beim Mann, den es zu schlagen gilt. Nach einem durchwachsenen Start in die Saison blühte Alcaraz beim ATP-Masters in Indian Wells erstmals auf, schnappte sich dort zum zweiten Mal in Folge den Titel.
Dabei beließ es der 21-Jährige aber nicht, vielmehr stürmte er bei den French Open und in Wimbledon zu seinen Grand-Slam-Titeln Nummer drei und vier. Diesen Meilenstein erreichten sonst nur Boris Becker, Björn Borg und Mats Wilander in einem solch jungen Alter.
Alcaraz befindet sich zurzeit auf allerhöchstem Niveau und würde mit einem erneuten Höhenflug in Paris Geschichte schreiben.
Sollte der Spanier die Goldmedaille erobern, würde er den US-Amerikaner Vincent Richards als jüngsten Einzel-Olympiasieger ablösen. 1924 war ihm dieses Kunststück im Alter von 21 Jahren und vier Monaten gelungen. Alcaraz wäre im Falle eines Triumphes 21 Jahre, zwei Monate und 30 Tage alt.
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Finale: Alcaraz besiegt Zverev in fünf Sätzen - Highlights
Quelle: Eurosport
Neben den grandiosen Aussichten im Einzel hält Olympia für Alcaraz noch ein persönliches Schmankerl bereit. Im Doppel tritt er nämlich an der Seite seines Idols Rafael Nadal auf den Court.
"Für mein Land um eine Goldmedaille zu kämpfen, mit meinem Idol Rafael Nadal Doppel zu spielen, sind Dinge, die ich erst glauben werde, wenn ich sie erlebt habe", hatte Alcaraz von dieser einmaligen Möglichkeit geschwärmt.
Beschenkt sich das Duo sogar mit Gold?
Olympia 2024: Nadal kratzt an alten Höhen
Wie sich eine Goldmedaille um den Hals anfühlt, weiß Nadal. Immerhin ist der 22-malige Grand-Slam-Champion gleich zweimal zum Olympiasieger aufgestiegen. 2008 bestieg er als 22-Jähriger in Peking den Olymp, acht Jahre später legte er im Doppel gemeinsam mit Marc López nach.
Mittlerweile befindet sich die Karriere des Mallorquiners in ihren finalen Zügen, ein letztes Hurra im Schein der fünf Ringe wäre ein passendes Ende für seine Bilderbuch-Laufbahn.
Rund zwei Monate nach seinem Erstrundenaus bei den French Open gegen Zverev (3:6, 6:7, 3:6) kehrte Nadal im schwedischen Bastad auf den Court zurück. Gegen Leo Borg und Cameron Norrie fuhr er souveräne Siege ein. Ein Warnsignal in Richtung Konkurrenz?
Auf Sand - und gerade in Roland-Garros - ist Nadal eine Macht. Doch seine jüngste Niederlage gegen Zverev offenbarte die mit dem Alter und durch die zahlreichen Verletzungen einsetzenden Schwächen der spanischen Ikone. Die Romantiker müssen wohl also ihre Taschentücher bereithalten.
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Rafael Nadal
Fotocredit: Getty Images
Olympia 2024: Djokovic und der letzte Traum
Also bleibt von den Gold-Favoriten nur noch Djokovic übrig - und damit auch der größte Name des Quintetts.
Bisher verlief die Saison nicht nach dem Gusto des Rekord-Grand-Slam-Champions. Sein einziges Endspiel fand in Wimbledon statt, dort bekam der 37-Jährige von Alcaraz eine beispiellose Lehrstunde erteilt (2:6, 2:6, 6:7).
Ob bei den Australian Open, beim ATP-Masters in Monte-Carlo oder in Wimbledon: Djokovic wird von der neuen Generation, den jungen Wilden, immer mehr unter Druck gesetzt. Die Alleinherrschaft des Serben hat längst zu bröckeln begonnen - und damit auch sein Traum.
Dreimal stand er bei Olympischen Spielen im Halbfinale, vor 16 Jahren sicherte sich Djokovic zumindest Bronze. Zum ganz großen Wurf sollte es bislang nicht reichen.
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Alcaraz lässt Djokovic keine Chance - der Final-Tag aus Wimbledon
Quelle: SNTV
Die Tatsache, dass er nun womöglich zum letzten Mal in seiner Karriere die Chance auf Olympiagold hat, wirkt alles andere als befreiend.
"Mal sehen, wie ich mich körperlich und geistig fühlen werde", blickte er ungewohnt vage auf das anstehende Großereignis voraus. "Hoffentlich finde ich zu meinem besten Tennis, denn ich werde alles und noch mehr brauchen, um ins Finale zu kommen."
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Trotz Sturz im zweiten Satz: Nadal schlägt Norrie - Highlights
Quelle: Perform
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