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Patrick Mouratoglou zweifelt an Novak Djokovic und kritisiert Verhalten des Serben: "Nicht der Novak, den ich kenne"
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Update 17/06/2025 um 08:57 GMT+2 Uhr
Star-Coach Patrick Mouratoglou hat bei Novak Djokovic nach dem Halbfinalaus bei den French Open gegen Jannik Sinner eine entscheidende Veränderung ausgemacht und deutliche Zweifel am ungebrochenen Siegeswillen des Serben geäußert. "Natürlich wäre es ein sehr enges Match, aber er hat so viele in der Vergangenheit gewonnen und meistens einen Weg gefunden, sie zu drehen", erklärte der Franzose.
French Open: Jannik Sinner vs Novak Djokovic - Highlights
Quelle: Eurosport
Zwar halte der 24-malige Grand-Slam-Champion sein spielerisches Niveau "und ich kann mir gut vorstellen, dass er auch gegen Jannik gewinnt", führte Mouratoglou mit Blick auf zukünftige Duelle Djokovics gegen den Italiener aus.
"Vom Niveau her ist er da. Körperlich ist er da. Aber solche Matches gewinnt man nicht mit Tennis, sondern es geht um den mentalen Bereich", so der 55-Jährige.
Der Experte erkannte in Djokovics Körpersprache bei dem 4:6, 5:7, 6:7 (3:7) ein deutliches Warnsignal. Dabei sehe er einen Bruch mit dem früheren Mentalitätsmonster, als das der Serbe jahrelang gefürchtet war.
"Ich hatte das Gefühl, er hat die Dominanz von Sinner akzeptiert. Das ist nicht Novak. Ich habe nicht den Novak gesehen, den ich kenne, und ich glaube weiterhin, dass seine Motivation nicht hoch genug ist."
"Das war früher Teil seiner Motivation"
Mouratoglou ging sogar noch weiter. Djokovic habe möglicherweise seinen größten inneren Antrieb verloren: Die Motivation, sich gegen die Popularität seiner alten Rivalen Roger Federer und Rafael Nadal zu beweisen.
"Ist es noch da, dieses 'Ich will der Welt zeigen, dass ich der Beste bin'? Das war früher ein Teil seiner Motivation, weil jeder Fan von Roger und Rafa war und er beweisen wollte, dass er der Beste ist", so der Tenniscoach.
Er ergänzte: "Es ist eine feine Linie zwischen 'Ich will ein großartiges Match spielen' und 'Ich werde dieses verdammte Match nicht verlieren'. Und das war immer Novak."
Entscheidend sei nicht das spielerische, sondern das emotionale Element. Der Coach beschrieb ein Djokovic-Verhalten, das früher undenkbar gewesen sei: "Warum ich das glaube? Weil seine Körpersprache im Match anders war. Er hat zu seinem Team gelächelt. Er hat den Moment irgendwie genossen. Das ist nicht Novak. Er ist eine Kampfmaschine. In seiner Karriere war er eher jemand, der wütend wird und Schläger zertrümmert, als jemand, der einfach nur glücklich ist, da zu sein."
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