Patrick Rafter über Roger Federer: "Bis auf die Unterhosen blamiert"

Patrick Rafter beendete seine Karriere 2001, wenige Jahre also, bevor die sogenannten "Big 3" um Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic den Tennis-Sport aus den Angeln hoben. Im Eurosport-Interview verrät Rafter, wie er zu seiner besten Zeit gegen die heutigen Stars abgeschnitten hätte. Im Fall von Federer hatte der 47-Jährige schon zuvor mit einer klaren Aussage für einen Lacher gesorgt.

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Die Jahre von 1997 bis 1999 waren die Jahre des Pat Rafter. In dieser Zeit gewann der Australier zweimal die US Open, avancierte zur Nummer eins der Welt und triumphierte im Doppel bei den Australian Open.
Rafter bewegte sich in der absoluten Weltklasse und gibt dennoch im Exklusiv-Interview mit Eurosport neidlos zu, dass er selbst zu seinen besten Zeiten keine Chance gegen Djokovic und Nadal gehabt hätte.
Damit spielt der Ex-Champion auf die Tatsache an, dass Djokovic bei vielen Experten als bester Returnspieler der Tennisgeschichte gilt und Nadal am ehesten auf schnellen Belägen zu schlagen ist. Theoretisch. "Rafa und Novak sind zwei der besten Spieler, die ich jemals gesehen habe", so Rafter.

Rafter mit perfekter Bilanz gegen Federer

Aber was ist mit Rekord-Grand-Slam-Sieger Federer?
Explizit erwähnt hat ihn Rafter nicht, was daran liegen mag, dass er selbst noch mit dem Maestro die Klingen gekreuzt hat. Die Bilanz: 3:0 für den Australier!
1999 schlug er den Schweizer bei den French Open, 2001 in Miami und Halle. Nach seinem ersten Erfolg gegen Federer in Roland Garros gab Rafter zu Protokoll:
Die eindeutige Bilanz gegen den heutigen Weltstar lasse sich aber natürlich "damit erklären, dass Roger noch so jung war". Er habe sich damals aber trotzdem nicht vorstellen können, "dass er einmal so gut werden könnte", so Rafter. "Mit meiner Aussage vor zehn Jahren habe ich mich bis auf die Unterhosen blamiert", witzelte der zweimalige US-Open-Sieger später.

"Sampras hat getan, was ich getan habe - nur besser!"

Nicht lange überlegen muss Rafter im Gespräch mit Eurosport, wenn es um den härtesten Gegner seiner Karriere geht. "Das war definitiv Pete Sampras. Er hat all' das getan, was ich getan habe - nur besser!" Er habe es überdies "geliebt, gegen Andre Agassi zu spielen. Wir hatten großartige Duelle".
Ob sich Sampras und Agassi als ebenso chancenlos gegen Djokovic und Nadal einschätzen würden wie Rafter das tut, darf indes bezweifelt werden...
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung