Justine Henin exklusiv zum Comeback von Rafael Nadal: "War es zu viel?"

Rafael Nadal droht die Zeit davonzulaufen. Der Spanier sagte nach dem ATP Masters von Monte-Carlo auch das Sandplatzturnier in Barcelona ab. Für den verletzten Superstar wird es immer schwerer, für die French Open in Form zu kommen. "Man kann nur hoffen, dass Rafa genug Spielpraxis sammeln kann, um in guter Verfassung nach Paris zu reisen", sagte nun Tennis-Legende Justine Henin bei Eurosport.

Nadal will be giving 'the best he can' to be fit for French Open – Henin

Quelle: Eurosport

Ganze vier Matches hat Rafael Nadal in diesem Jahr bestritten, drei davon verlor er. Die Verletzung am Hüftbeuger ließ nicht mehr zu. Der Plan ist es, zur Sandplatzsaison, Nadals wichtigste Zeit im Jahr, wieder anzugreifen.
Doch danach sieht es im Moment nicht aus. "Ich fühle mich nicht bereit und werde mich lieber weiter sorgfältig vorbereiten", erklärte der 36-Jährige seine Absage für das am 17. April beginnende Event in Barcelona.
Das derzeit laufende Masters von Monte-Carlo geht ebenfalls ohne den Sandplatzkönig über die Bühne.
"Rafa hatte schon Ende des vergangenen Jahres Probleme, auch bei den Australian Open im Januar bekam er physische Schwierigkeiten. Durch die vielen Verletzungen braucht er einfach mehr Zeit, um zurückzukommen", erklärt Eurosport-Expertin Justine Henin, die bei den French Open viermal den Titel holte.
Nadal steht aktuell bei 14 Erfolgen beim Klassiker von Paris. "Ich werde nie Roland-Garros in der vergangenen Saison vergessen. Nach dem Finale haben wir Rafa auf dem Court interviewt und wir alle hatten das Gefühl, dass er so viel gegeben hatte, um noch einmal die French Open zu gewinnen. War es zu viel? Das wird die Frage für die kommenden Wochen und Monate sein", so Henin.
Gut möglich, dass Nadal sein Comeback beim Masters von Madrid gibt, das am 26. April beginnt - rund einen Monat vor Roland-Garros. Ideal wäre das allerdings nicht unbedingt, wie Henin betont.

Henin: "Nadal würde sich nicht für Madrid entscheiden"

Der Rekord-Grand-Slam-Champion habe den Wettbewerb zwar schon fünf Mal gewonnen, aber "wenn er wählen könnte, würde er sich sicher nicht für Madrid entscheiden. Das liegt an den speziellen Bedingungen und der Höhenlage (667 Meter über dem Meeresspiegel, Anm. d. Red.). Nur sieht derzeit so aus, als ob er keine Wahl hätte", glaubt die Belgierin.
Dennoch bestehe keinen Grund für allzu großen Pessimismus, Nadal sei schließlich auch in mentaler Hinsicht ein ganz besonderer Profi.
Henin: "Er hat es immer wieder geschafft, sich aus schweren Phasen herauszuarbeiten - und er will auch in diesem Jahr die French Open gewinnen."
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Quelle: Eurosport

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