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Nadal erklärt Forderung nach weniger Hardcourt-Turnieren

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Rafael Nadal bei seinem Sieg bei den US Open 2019

Fotocredit: Getty Images

VonFlorian Bogner
05/06/2020 Am 12:50 | Update 07/06/2020 Am 16:37
@flopumuc

Rafael Nadal hat seinen Wunsch nach weniger Hartplatz-Turnieren auf der Tennis-Tour erneuert - bei seinen Anregungen gehe es ihm aber nicht um sich selbst, stellte der 34-Jährige klar. Er sei nicht per se gegen Hardcourt-Turniere, finde aber, man müsse die Entwicklung körperlich weniger anspruchsvolle Beläge forcieren. Dabei wünscht sich Nadal auch bessere Antworten von Medizinern.

Rafael Nadal hat in der Vergangenheit bereits häufiger gefordert, weniger Turniere der ATP-Tour auf den allseits beliebten "Hardcourt"-Belägen auszutragen. Am Donnerstag präzisierte er seine Äußerungen in einem Video-Call mit internationalen Journalisten, an dem auch Eurosport teilnahm.

"Auf Hartplatz zu spielen, ist hart für den Körper", sagte Nadal - man merke den Verschleiß vielen Spielern an: "Ich sehe das allein aus gesundheitlichen Aspekten. Wir müssen für die zukünftigen Generationen Beläge finden, die ein bisschen weniger aggressiv zu Lasten des Körpers gehen."

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Sand und Gras seien Untergründe, die weniger belastend seien. Er sei deshalb aber nicht per se gegen Hardcourt-Turniere. "Ich bin großer Fan von Hartplatz-Tennis. Aber meiner Meinung nach können wir nicht 75 Prozent der Turniere auf der Tour auf Hardcourt spielen, weil das einfach zu anspruchsvoll für unseren Körper ist, nicht nur während der Karriere, sondern auch mit Folgen für danach", präzisierte Nadal seine Argumentation.

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Rafael Nadal geht es nicht um sich selbst

Dem Spanier waren ähnliche Aussagen in der Vergangenheit von Kritikern als mögliche Einflussnahme hin zu mehr Sandplatzturnieren ausgelegt worden. Von seinen 85 Titeln auf der Tennis-Tour hat Nadal bislang 59 auf Sand gewonnen, darunter zwölf Mal die French Open.

Um ihn selbst gehe es aber gar nicht, sagte Nadal. "Es geht mir nicht um meine Generation, so schnell wird sich das gar nicht ändern lassen", sagte Nadal. Seine Worte könne man ihm deshalb keineswegs so auslegen, "dass ich mir einen Vorteil daraus erhoffe, mehr Turniere auf Sand stattfinden zu lassen".

Der 34-Jährige wünsche sich vielmehr einen ganzheitlichen Ansatz und Dialog, was gut für die Spieler sei - zum Beispiel auch medizinische Studien, die sich mit der Wirkung unterschiedlicher Beläge auseinandersetzen.

Nadal regt medizinische Studien an

"Ich denke, wir brauchen Antworten von Medizinern. Sie müssen das testen, analysieren. Der Sport hat sich entwickelt, alle paar Jahre wird alles verstärkt, die Spieler werden schneller, die Bewegungen im Tennis aggressiver", sagte der 19-fache Grand-Slam-Sieger.

Vielleicht sei der Moment gekommen, "etwas weichere Beläge zu finden, die den körperlichen Belangen allgemein besser entgegenkommen".

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