Nadal fügte im Interview mit der britischen "Metro" hinzu: "Diese Dinge bedeuten ihm sehr viel, er spricht auch immer über diese Rekorde. Ich habe einen anderen Ansatz für meine Karriere."
Ihn selbst würden Rekorde alleine nicht antreiben. "Ich genieße, was ich tue. Ich mag es, Tennis zu spielen. Und natürlich will ich weitere Grand Slams gewinnen, daran besteht kein Zweifel", erklärte der 34-Jährige.
Sein Rivale Djokovic konnte bislang 18 Mal bei Major-Turnieren triumphieren und liegt damit (noch) hinter Nadal und Federer. Der Serbe wurde vor den Belgrad-Open auf die Aussage von Nadal angesprochen und widersprach dem Spanier, dass er "besessener" davon sei, mehr Grand-Slam-Titel zu gewinnen als seine Konkurrenten.
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Die derzeitige Nummer eins der Welt meinte: "Ich kann nicht in seinem Namen sprechen - ich weiß nicht, wie er denkt, aber es ist sein Recht, eine Meinung zu äußern, wie er mich in Bezug auf Rekorde sieht."

Djokovic nicht besessen von Erfolg

Der 33-Jährige stellte allerdings klar: "Ich persönlich habe nicht das Gefühl, dass ich von irgendetwas im Leben besessen bin. Was ich fühle, ist Leidenschaft. Ich strebe danach, meine Ziele zu erreichen und ich hatte noch nie ein Problem damit, das zu verbalisieren."
Er erklärte, dass es ihm noch nie schwergefallen sei, offen über seine Ziele und geplanten Rekorde zu sprechen: "Ich wollte die Nummer eins sein und Slams gewinnen. Natürlich wachsen diese Ziele - wenn man eines erfüllt, taucht ein anderes auf."
Djokovic wüsste aber nicht, warum es etwas Schlechtes sein sollte, offen über Dinge zu sprechen. Das würde auch für andere Themen wie beispielsweise die Politik im Tennis gelten. Er meinte, dass dies eben sein Weg ist und dieser sei "einzigartig", "genau wie der Weg von Rafa".

Nadal und Djokovic sprechen über Motivation

Nadal sprach im Interview auch darüber, dass der Konkurrenzkampf einem Tennisprofi generell für die Karriere helfen würde, doch die eigene Motivation ist für den 13-fachen French-Open-Sieger deutlich wichtiger: "Meine persönliche Motivation ist viel höher als die Motivation, andere Spieler vor sich zu haben. Ich spiele nur für mein Team, für meine Fans, für meine Familie und für mich natürlich."
Auf die Frage, ob Djokovic das Gefühl habe, dass seine Motivationsquelle eine andere sei als die von Nadal, antwortete der Weltranglistenerste: "Es ist alles eine Frage der Wahrnehmung und der Interpretation dessen, was man sagt. Ich respektiere Rafa, wahrscheinlich mehr als jeden anderen Spieler auf der Welt. Er ist der größte Rivale, den ich in meinem Leben hatte."
Seine Eigenschaften und das, was er schon erreicht habe, seien sehr bewundernswert.
Djokovic fügte noch hinzu: "Ich habe in der Vergangenheit schon oft gesagt, dass die Liebe zum Sport das Hauptmotiv ist, warum ich weiterhin Profitennis spiele. Wenn ich den Wettkampf nicht wirklich lieben würde, gäbe es keinen anderen Grund für mich, an Wettkämpfen teilzunehmen. Es gibt keinen Druck irgendeiner Art."
Aktuell denkt der 18-fache Grand-Slam-Sieger auch noch nicht über ein Karriereende nach: "Ich spiele weiter, weil ich immer noch das Feuer und den Wunsch verspüre, zu gewinnen und weil ich die Unterstützung meiner Angehörigen habe. Solange das so ist, werde ich auch weitermachen."
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