Roger Federer bleibt in Sachen Karriereplanung vage

Roger Federer gehört auch mit 38 Jahren zur Beletage im Tennis. Der Schweizer ist noch immer in der Lage, sein elegantes Spiel auf höchstem Niveau zu zeigen. Bislang hat er sich nicht zu einem Statement hinreißen lassen, wie lange seine Karriere andauern soll. Im Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung" hat Federer aber den Spekulationen mit seinen Aussagen neue Nahrung gegeben.

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Die Frage stellen sich Experten und Fans schon seit Jahren: Wie lange macht Roger Federer noch weiter? Der Maestro selbst hat die Frage bislang nur indirekt beantwortet und sich nicht auf einen Zeitpunkt festlegen lassen.
Dieser Linie folgte Federer nun auch im Interview mit der "NZZ". Er wolle "nicht zu viel darüber nachdenken, was nachher kommt", so der 38-Jährige. "Denn je mehr ich darüber nachdenke, desto näher fühle ich mich am Ende."

Tokio 2020 Federers großes Ziel

Es ließe sich nun trefflich darüber spekulieren, was die Aussage bedeutet, wie nahe das letzte Match tatsächlich ist. Tatsache ist, dass Federer die Saison 2020 definitiv noch spielen wird, die Olympischen Spiele von Tokio im Sommer hat der Schweizer als klares Ziel definiert.
Dort kämpft der Ausnahmespieler darum, die einzige größere Lücke seiner Titelsammlung zu schießen. Einzel-Gold bei Olympia fehlt Federer noch. 2012 in London holte er Silber, vier Jahre zuvor in Peking gewann er an der Seite von Stan Wawrinka Gold im Doppel.
Fakt ist aber auch, dass Federer sich zunehmend um seine Projekte nach der Karriere kümmert. Erst vor kurzem stieg er beim Schweizer Laufschuh-Startup "On AG" ein. "Ich will Sachen machen, die mir Freude bereiten. Diese müssen sich mit meinem Familienleben unter einen Hut bringen lassen", erläuterte Federer gegenüber der "NZZ". Priorität habe allerdings "immer meine Familie, dann kommt mein Tennis. Alles andere muss sich dem unterordnen."
Befürchtungen, Federer könnte den richtigen Moment verpassen, seine großartige Karriere zu beenden, sind derzeit nicht angebracht. Der Rekord-Grand-Slam-Champion steht auf Platz drei der Weltrangliste, schlug unlängst bei den ATP Finals Novak Djokovic und hat noch immer die Bestrebung, sein Spiel zu verbessern.
Eurosport-Experte Boris Becker sieht ebenfalls keine Gefahr, dass Federer seine Laufbahn zu lange ausdehnt:
Was die Zukunftsplanung des Superstars aus der Schweiz angeht, ist sich Becker sicher: "Roger Federer weiß genau, was er tut." Er hat es der Welt eben nur noch nicht mitgeteilt...
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