Roger Federer spricht offen über psychische Belastung im Tennis: Steter Druck "lässt dich nie los"

Roger Federer zählt zu den erfolgreichsten Tennis-Spielern aller Zeiten. Auf seinem Weg an die Spitze der Welt musste der Schweizer aber großem Druck standhalten. Rund zwei Monate nach seinem Karriereende öffnete sich Federer und sprach über die psychische Belastung auf der großen Bühne. "Du sollst Stärke zeigen. Aber wir sind keine Maschinen, wir sind Menschen", erklärte der 41-Jährige.

Federer blickt aufs "nächste Kapitel" - vorerst kein Trainerjob

Quelle: Eurosport

Zwischen 1998 und 2022 begeisterte Federer die Tennis-Welt, eroberte die Herzen der Fans im Sturm.
Während der 20-malige Grand-Slam-Champion auf dem Court alles ziemlich einfach aussehen ließ, war es für den Schweizer abseits des Rampenlichts äußerst schwierig abzuschalten.
"Als Tennisspieler denkt man immer an das nächste Training, das nächste Spiel", gab er auf einer Pressekonferenz in Tokio einen Einblick in die Psyche eines Spielers. "Es lässt dich nie los, deine nächste Reise, dein nächstes Packen", sagte er.
Wie Federer weiter ausführte, wurde er sich dessen erst nach seinem Karriereende bewusst. "Ich glaube, es war mir gar nicht so bewusst, wie sehr dieser Gedanke immer da ist und einen begleitet. Bis man zurücktritt und dann merkt, dass der ganze Stress wegfällt."

Federer: "Die Tour ist hart"

Auf dem Weg nach ganz oben dürfen Athleten und Athletinnen keine Schwäche zeigen. "Du sollst Stärke zeigen. Aber wir sind keine Maschinen, wir sind Menschen", so Federer weiter.
Dass einige an dieser Erwartungshaltung zerbrechen, kann die Ikone nachvollziehen. "Die Tour ist hart. Reisen, Training, Jetlag. Niemand darf sagen: 'Ich bin heute müde', denn das sieht aus, als sei man schwach. Deshalb kämpfen einige Spieler mit psychischen Problemen." Deshalb könne er auch verstehen, dass immer wieder Profis ihre Karrieren frühzeitig beenden, wie etwa Ash Barty, oder mit mentalen Problemen zu kämpfen haben, u.a. Naomi Osaka und Nick Kyrgios.
Ein Umstand, der diesen ständigen Druck auf die Spieler erhöht, sind auch die strikten Auflagen bei der Dopingkontrolle. So müssen die Athleten die zuständigen Behörden täglich für ein einstündiges Testfenster über ihren Aufenthaltsort informieren.
"Wir müssen die Dopingformulare jeden Tag ausfüllen, eine Stunde am Tag, wo man ist", so Federer. "Man ist sich im Hinterkopf immer bewusst, dass sie jeden Moment kommen könnten", beschrieb er die unterbewusste Belastung.
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Federer über Stress, Trainerjob und Dopingkontrollen

Quelle: SNTV

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Quelle: Eurosport

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