Severin Lüthi erklärt die Blitztrennung von Holger Rune: "Lieber jetzt als in einem halben Jahr"
Holger Rune und Trainer Severin Lüthi haben ihre Zusammenarbeit nach nur einem Monat beendet. Am Tag nach Bekanntgabe hat sich der Coach, der einst Roger Federer betreute, im "Blick" geäußert. "Lieber trennen wir uns bereits jetzt als erst in einem halben Jahr", sagte Lüthi. Er habe wie Runes Mutter und Managerin Aneke gemerkt, dass das "Timing" der Kooperation nicht gut gewesen sei.
Holger Rune und Severin Lüthi während einer Trainingseinheit bei den Australian Open
Fotocredit: Getty Images
Es wurde gemeinhin als Coup betrachtet, dass Holger Rune seinem Trainerteam um Tennis-Ikone Boris Becker und Kenneth Carlsen im vergangenen Dezember den Namen Severin Lüthi hinzufügen konnte.
Der Schweizer arbeitete 15 Jahre lang als Coach von Roger Federer, gilt als Schlüsselfigur für dessen Aufstieg zum globalen Superstar und 20-maligen Grand-Slam-Turniersieger. Nach Federer war Lüthi nicht mehr als Einzeltrainer im Einsatz - bis Rune anklopfte und den Berner als Trainer für sich gewinnen konnte.
Leicht habe er sich die Entscheidung damals nicht gemacht, so Lüthi. "Ich überlege mir solche Dinge gut, vielleicht manchmal zu gut", führte der 48-Jährige nun im Schweizer "Blick" und ließ damit Spielraum für Interpretationen.
Insgesamt aber sei er "froh, diese Erfahrung gemacht" zu haben. Die Arbeit mit Rune sei "alles andere als ein Schnellschuss" gewesen. "Es war meine erste Aufgabe nach dem Rücktritt von Roger Federer. Das wird mich persönlich weiterbringen."
Team Rune auf der Suche nach Kontinuität
Runes Mutter Aneke, die dem 20-Jährigen als Managerin zur Seite steht, hatte gegenüber dem dänischen "Ekstra Bladet" erklärt, dass Lüthi zu wenig Zeit mit ihrem Sohn verbringen könne, "um die Kontinuität zu gewährleisten, die Holger braucht".
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Rune verzückt Becker: "Alles, was das Herz höherschlagen lässt"
Quelle: Eurosport
Eine Kontinuität, die dem Weltranglistensiebten seit Monaten abgeht. Ende 2022 begann Rune mit Star-Coach Patrick Mouratoglou zu arbeiten. Sechs Monate später trennten sich die Wege des Dänen und des Franzosen, der sich vor allem als Trainer von Serena Williams einen Namen gemacht hatte.
"Es war schwierig mit der Trainersituation. Die Leute, die ich einstelle, müssen mir helfen", ließ Rune später in der Netflix-Dokumentation "Break Point" wissen: "Ich stelle niemanden ein, damit er einfach nur dasitzt."
Herbe Enttäuschung für Rune bei Australian Open
Der Youngster machte keinen Hehl aus seiner Unzufriedenheit, die sich auch in den Ergebnissen spiegelte. Nachdem das Toptalent in der Saison 2022 mit drei Titeln, darunter der Erfolg beim Masters in Paris-Bercy, aufhorchen ließ, stagnierte die Entwicklung.
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Mit dem Rücken zur Wand: Rune verkürzt gegen Cazaux
Quelle: Eurosport
Im vergangenen Jahr gelang immerhin noch ein Turniersieg auf Sand in München, bei den letzten beiden Grand-Slam-Wettbewerben aber gab es herbe Rückschläge.
Bei den US Open scheiterte Rune in Runde eins an Roberto Carballés Baena, bei den Australian Open ereilte ihn - leicht angeschlagen - das Aus in Runde zwei gegen den französischen Wildcard-Starter Arthur Cazaux.
Knapp zwei Wochen später folgte nun die Trennung von Lüthi.
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1. Runde: Rune löst Aufgabe gegen Nishioka - Highlights
Quelle: Eurosport
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