Elina Svitolina erhöht Druck auf Tennis-Verbände in Russland-Frage: "Unsere Sportler sterben für unser Land"

Elina Svitolina ist von den Verbandschefs der ATP und WTA enttäuscht. Das Thema Russland und Krieg wird aus Sicht der Ukrainerin falsch gehandhabt. "Sie sagen, dass Sportler nichts mit der Politik zu tun haben", erzählte Svitolina. Ihr fehle mittlerweile "die moralische Kraft, gegen sie zu kämpfen". "Schließlich wollen sie einfach nicht der Wahrheit ins Auge sehen", so die 28-Jährige.

Elina Svitolina

Fotocredit: Getty Images

Sie habe im vergangenen Jahr bereits viele Treffen mit verschiedenen Funktionären des Olympischen Komitees und der Tennisverbände gehabt, berichtete Svitolina, die zuletzt aufgrund ihrer Schwangerschaft lange auf der Tennis-Tour gefehlt hatte.
Wegen ihrer Pause sei es auch "schwer für mich zu sagen, wie sie behandelt werden", meinte die in Odessa geborene Ukrainerin mit Blick auf ihre Landsfrauen und -männer: "Aber ich glaube nicht, dass sich dort etwas geändert hat, leider."
Die Verbände WTA und ATP erlaubten russischen und belarussischen Profis schließlich nach wie vor zu spielen, "als wäre nie etwas passiert. Und unsere Sportler sterben für unser Land." Das sei "eindeutig nicht fair".
Svitolina fordert daher härtere Sanktionen gegen russische und belarussische Athlet*innen.

Svitolina steht kurz vor Comeback

"Ich hoffe, dass wir diese Situation ändern können. Es gibt bereits viele Organisationen, die versuchen, alle Argumente zu unseren Gunsten vorzubringen", erklärte die ehemalige Nummer drei der Welt.
Sportlich geht es für Svitolina nach der Geburt ihrer Tochter Skai, die sie gemeinsam mit Kollege und Ehemann Gael Monfils hat, schon bald wieder zurück auf den Platz. Für das WTA-Event in Charleston (3. bis 9. April) erhielt die Ukrainerin eine Wildcard.
Danach ist ein Start beim ITF-Turnier in Oeiras (17. bis 23. April) geplant. In der Weltrangliste rutschte Svitolina durch ihre lange Pause auf Position 1081 ab.
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Quelle: Perform

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