Eurosport
Elina Svitolina bedankt sich bei Anastasia Pavlyuchenkova für Unterstützung im Ukraine-Krieg
Von
Publiziert 03/03/2022 um 12:25 GMT+1 Uhr
Der ukrainische Tennis-Star Elina Svitolina hat sich bei ihrer russischen Kollegin Anastasia Pavlyuchenkova für deren öffentliche Unterstützung im Ukraine-Krieg bedankt. Im Interview mit der "Times" erklärte die Weltranglisten-15: "Es war sehr nett von ihr, uns zu unterstützen." Die Kritik am Krieg sei aus Sicht der Russin zudem "mutig, sehr mutig" gewesen, so Svitolina.
Svitolina mit Tränen in den Augen: "Bin auf einer Mission"
Quelle: Perform
Schließlich lebe Pavlyuchenkova und auch deren Familie weiterhin in Russland. Die Ukrainerin, die ihr gesamtes Preisgeld der kommenden Turniere in ihre Heimat spenden wird, kann daher auch verstehen, wenn sich nicht jeder Sportler und jede Sportlerin konkret äußern.
"Einige Russen haben Angst. Sie haben auch Angst um ihre Familien", meinte Svitolina.
Die 30-jährige Pavlyuchenkova hatte sich vor wenigen in den sozialen Medien klar gegen den Krieg in der Ukraine ausgesprochen.
"Persönliche Ambitionen und politische Motive rechtfertigen keine Gewalt", schrieb die Nummer 14 der WTA-Rangliste: "Das nimmt nicht nur uns, sondern auch unseren Kindern die Zukunft. Ich bin verwirrt und weiß nicht, wie ich helfen soll." Sie habe keine Angst ihre meine Meinung zu sagen: "Ich bin gegen Krieg und Gewalt."
Elina Svitolina sorgt sich um ihre Familie
Svitolina wiederholte in dem Interview auch ihre großen Sorgen vor dem Konflikt in ihrer Heimat, wo aktuell noch einige ihrer Familienmitglieder sind, darunter ihre Großmutter, die zu schwach war, um zu fliehen, und ihr Onkel und ihre Tante.
"Es ist sehr traurig zu wissen, dass ich nicht weiß, wann ich meine Großmutter wiedersehen kann", sagte die Bronzemedaillen-Gewinnerin von Tokio. Ihre Eltern konnten sich mittlerweile immerhin in Sicherheit bringen.
Über Charkiw im Osten der Ukraine, wo Svitolina viele Jahre ihrer Jugend auf einer Tennis-Akademie verbrachte, erzählte sie: "Einige meiner Freunde leben immer noch dort. Sie zeigen mir Videos von den Explosionen, von den Plätzen, die bombardiert werden, von den Schulen, die zerstört werden."
Nach ihrem Auftaktsieg beim Turnier in Monterrey gegen die Russin Anastasia Potapova betonte die 27-Jährige zudem: "Ich war auf einer Mission für mein Land. Dies ist ein ganz besonderes Ereignis für mich. Das ganze Preisgeld, das ich hier verdienen werde, geht an die ukrainische Armee."
Das könnte Dich auch interessieren: Stakhovsky enttäuscht: Keine Reaktion von Federer und Nadal
/origin-imgresizer.eurosport.com/2022/02/27/3328595-68052168-2560-1440.png)
Svitolina im Exklusiv-Interview: "Wir können mehr tun!"
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung