Toni Kroos ist rundum sportbegeistert und blickt regelmäßig über den fußballerischen Tellerrand hinaus. Bekannt ist neben seiner Leidenschaft für nordamerikanischen Basketball auch seine Begeisterung für den Tennis-Sport.

Eurosport-Experte Boris Becker und Moderator Matthias Stach luden ihn deshalb im Rahmen des Eurosport Tennis-Podcasts "Das Gelbe vom Ball" zum launigen Gespräch ein.

US Open
US Open entwirft "aggressiv" alternative Pläne
15/05/2020 AM 06:58

Bei Roger Federer gerät Toni Kroos sofort ins Schwärmen. Für den 30-Jährigen stehe fest, dass Federer der "größte Sportler aller Zeiten" sei, auch wenn er nur für die Zeit sprechen könne, die er selber miterlebt habe: "Den Rest kann ich nicht beurteilen, aber selbst da könnte es schwer werden, Roger zu übertreffen."

Es sei der Mix aus Erfolg und der Tatsache, dass das Spiel des Schweizers "auch noch schön anzusehen" sei. Auch menschlich konnte Federer den Weltmeister von 2014 überzeugen.

"Ich durfte ihn auch schon ein paar Mal treffen und kann bestätigen, dass das ein total angenehmer Kerl ist", sagte Kroos: "Er kommt als Familienmensch rüber, ist fußballinteressiert - auch wenn er mit dem FC Basel nicht das ganz große Los gezogen hat, aber da muss er durch. Von daher ist es für mich nicht schwer, ein Fan von Roger Federer zu sein."

Doch was, wenn der 38-Jährige seinen Schläger an den Nagel hängt und sich in den verdienten Ruhestand verabschiedet? Neben Novak Djokovic (32) und Rafael Nadal (33) gibt es einige junge Nachwuchsstars, denen Kroos zutraut, den Tennis-Thron zu erobern - auch wenn er mit seiner ersten Prognose daneben lag.

Kroos: Nicht final überzeugt von Zverev

"Ich habe mich mal ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt und gesagt: In fünf Jahren ist Grigor Dimitrov die klare Nummer eins", gibt der 30-Jährige zu: "Wie er sich bewegt, wie er spielt, hat mir schon sehr gut gefallen. Soweit ist es aber nicht gekommen. Vielleicht habe ich da auch mehr gesehen, als da war."

Grigor Dimitrov

Fotocredit: Getty Images

Heute schaue er dem jungen Griechen Stefanos Tsitsipas gerne zu. Sollte er mehr Konstanz reinbekommen, könnte das laut Kroos einer für ganz oben sein. Auch Alexander Zverev gehört zu der Generation an Spielern, die Ansprüche auf die Weltspitze haben, wenn die Big Three mal nicht mehr sind.

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Von Deutschlands bestem Tennisspieler sei Kroos aber "noch nicht final überzeugt", obwohl er als Deutscher natürlich auf ihn hoffe. "Wenn man sich die Grand Slams bei Sascha anschaut, fehlt noch ein bisschen was. Da sehe ich Tsitsipas einfach einen Tick weiter. Und wenn ich mich entscheiden müsste, spielt Tsitsipas für mich das schönere Tennis."

Becker bietet sich Kroos als Trainer an

Kroos, der sich vorstellen könne, seine aktive Karriere als Fußballer in Spanien zu beenden, versucht auch selber immer wieder auf den Tennisplatz zu kommen - natürlich mit Trainer.

Toni Kroos spielt seit 2014 für Real Madrid

Fotocredit: Getty Images

"Mir macht’s einfach mega viel Spaß. Wir bauen gerade in Deutschland, da kommt ein Tennisplatz in den Garten. Für mich ist es eine unfassbar gute Abwechslung, Tennis zu spielen. Dazu kam ich zu der Ehre, dass Roger mir mal einen seiner Schläger geschickt hat, und der muss natürlich auch ausprobiert werden."

Vielleicht ja zusammen mit einem dreimaligen Wimbledon-Champion? Becker jedenfalls bot sich kurzerhand als Lehrmeister an: "Wenn du mal einen wirklich guten Trainer möchtest: Ich komme gerne mal in Madrid vorbei und zeige dir, wie ein Aufschlag geht oder eine Vorhand." Kroos' Antwort: "Sehr gerne! Allerdings wirst du mich nicht mehr in die Top 100 bringen, das kann ich Dir auch sagen."

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