Angelique Kerber fiebert Comeback nach Geburt ihrer Tochter entgegen: "Die Vorfreude steigt"

Die dreimalige Grand-Slam-Siegerin Angelique Kerber fiebert ihrem Comeback in rund einer Woche entgegen. Am 30. Dezember wird die 35-Jährige beim United Cup in Sydney erstmals nach der Geburt ihrer Tochter Liana wieder in einem offiziellen Match auf dem Platz stehen. "Ich fühle mich bereit, das Training lief soweit nach Plan, und die Vorfreude auf den Saisonstart in Australien steigt", sagte sie.

Angelique Kerber

Fotocredit: Getty Images

Angelique Kerber steckt voller Vorfreude auf einen besinnlichen Heiligabend. "Wir feiern zum ersten Mal mit der Kleinen, was das Weihnachtsgefühl dieses Jahr noch schöner macht", sagt die Tennis-Starspielerin, die seit Februar Mama ist. Bevor sie schon am ersten Weihnachtstag mit Tochter Liana in den Flieger nach Australien steigt, heißt es ein letztes Mal durchatmen im Kreise ihrer Liebsten.
"Bei den Vorbereitungen in der Küche halte ich mich zurück, das übernehmen andere in der Familie", sagt Kerber auf SID-Anfrage: "Traditionell gibt es bei uns Karpfen an Heiligabend. Das darf beim Weihnachtsessen nicht fehlen, schon seit meiner Kindheit."
Noch einmal gut essen, noch einmal zur Ruhe kommen - dann beginnt für die frühere Weltranglistenerste wieder ein neuer Lebensabschnitt: Sie kehrt mit 35 Jahren auf die Tour zurück. Unter völlig neuen Vorzeichen. Kerber, die ihre Wahlheimat im polnischen Puszczykowo hat und von Posen aus die Reise am 25. Dezember antreten wird, muss künftig ihre Mutterrolle und ihre Karriere unter einen Hut bringen.
Sie habe schon gelernt, "dass man mit weniger Schlaf auskommt, als man denkt", sagte sie zuletzt. Aber wie sich ihre neue Rolle auf das Tourleben auswirkt, muss die langjährige deutsche Nummer eins erst erleben. Ab dem 30. Dezember wird Kerber beim United Cup in Sydney als Teil des deutschen Teams unter anderem neben Olympiasieger Alexander Zverev wieder in offiziellen Matches auf dem Platz stehen.

Kerber "will gegen die Besten der Welt antreten"

Ihr sportlicher Status nach einer intensiven, langen Vorbereitung mit Coach Torben Beltz? Ein Rätsel. "Ich fühle mich bereit, das Training lief soweit nach Plan, und die Vorfreude auf den Saisonstart in Australien steigt", sagt Kerber: "Da es fast eineinhalb Jahre her ist seit meinem letzten Match, kann ich nicht einschätzen, wo ich derzeit stehe." Ihr sei klar, "dass ich geduldig sein muss. Training und Matches sind nicht vergleichbar", fügte die frühere Weltranglistenerste an: "Die Herausforderung ist riesig, aber genau das reizt mich auch daran."
Nach einem weiteren Vorbereitungsevent in Adelaide steht dann mit den Australian Open (ab 14. Januar) das erste echte Highlight an. Seit ihrem Titelgewinn 2016 ist Melbourne ein Ort mit besten Erinnerungen für die Kielerin. Auftritte unter anderem in Wimbledon und auch bei den Olympischen Spielen in Paris sollen im Saisonverlauf folgen.
Kerber will noch einmal alles aus sich herauszuholen. "Ich will gegen die besten Spielerinnen der Welt antreten und den Fans mein bestes Tennis zeigen", sagte sie zuletzt. Doch zunächst einmal wartet das Weihnachtsfest mit Karpfen. Und dann der Neustart in Australien.
(SID)
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Quelle: Eurosport

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