Nach vielen intensiven Stunden mit Tennis auf höchstem Niveau verabschiede ich mich für heute aus dem Ticker. Ich bedanke mich für eure Aufmerksamkeit – bis zum nächsten Mal!
Natürlich geht es bei uns mit Tennis-Action weiter! In der Nacht auf Donnerstag trifft Alexander Zverev im Viertelfinale auf den Niederländer Botic van de Zandschulp.
Für Ben Shelton ist es das zweite Halbfinale bei den US Open und das dritte bei Grand Slams insgesamt. Der 23-Jährige trifft auf seinen Landsmann Frances Tiafoe, der im Viertelfinale mit Alex Michelsen einen weiteren US-Amerikaner aus dem Turnier genommen hatte.
"Es ist unglaublich. Ich würde sagen, dass das die großartigste Sportstadt und das großartigste Stadion der Welt sind", schwärmte Shelton, angesprochen auf die lautstarke Unterstützung des Publikums. Tatsächlich war das Arthur Ashe Stadium lange nach drei Uhr noch voller Energie.
09:38
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Dennoch: Carlos Alcaraz verlässt die Arena unter großem Applaus und mit einem Lächeln im Gesicht. Nach seiner viereinhalbmonatigen Verletzungspause kam der Spanier ohne Matchpraxis nach New York und zeigte seine Extraklasse immer wieder. Gegen einen Ben Shelton in Galaform auszuscheiden, ist angesichts der Umstände keine Schande.
09:34
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Zwei Matchbälle für Ben Shelton - und der erste sitzt! Mit einem Ass beendet der US-Amerikaner dieses unfassbare Spektakel, das erst nach 3:30 Uhr Ortszeit vorbeigeht. Der Titelverteidiger ist raus!
09:34
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Aber Alcaraz ist eben Alcaraz. Beim nächsten Aufschlag wagt sich der Titelverteidiger ans Netz und stellt mit einem doppelten Volley auf 7:8.
09:33
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Shelton hat es in der Hand – ein Mini-Break zum 8:6. Alcaraz trifft den Ball nicht richtig und schlägt ihn recht deutlich ins Aus. Gleich wird der US-Amerikaner die Möglichkeit haben, zum Match zu servieren.
09:31
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Shelton ist unter Druck - und hält ihm für den Moment stand. Mit einem starken Aufschlag auf den Körper des Spaniers, der nah an der Grundlinie steht, stellt er auf 4:5 und nimmt Alcaraz kurz darauf einen seiner Angaben ab. Mit 5:6 geht der Service wieder zum US-Amerikaner.
09:28
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Mit einem fantastischen Return von ganz weit außen schlägt Alcaraz zurück. Beim Aufschlag des Spaniers erlaubt sich Shelton einen Fehler, danach ist es dann wieder die Qualität des Titelverteidigers, der mit Vollgas die Vorhand des US-Amerikaners anspielt. Shelton bekommt keinen Druck auf diese Rakete des Weltranglistendritten.
09:24
09:24
Das erste Mini-Break. Am Ende einer langen Rallye landet eine versuchte Longline-Vorhand von Alcaraz im Netz. Shelton serviert bei 2:1-Führung.
Die Vorhand von Alcaraz küsst die Netzkante, kommt aber auf die andere Seite. Den Beinahe-Fehler nutzt der Spanier gewissermaßen als Vorlage und feuert die nächste Vorhand in die rechte Ecke. Shelton verkürzt auf 30:40, schlägt dann aber einen Slice ins Netz. Es gibt den Match-Tiebreak!
09:17
09:17
Das gleiche Spiel nochmal. Shelton erlaubt Alcaraz, der zwischenzeitlich versucht, sich mit einem Tweener zu retten, nur einen Punkt. Das heißt: Der Druck liegt nun wieder auf den Schultern des Titelverteidigers, der seinen Aufschlag für den Match-Tie-Break zwingend halten muss.
09:13
09:13
Was für ein Ballwechsel: Beide Spieler sind maximal konzentriert, liefern sich zu diesem Zeitpunkt mit 19 Schlägen die längste Rallye der Partie. An deren Ende schlägt Shelton den Ball zum 0:30 ins Aus. Ein Service-Winner später hat Alcaraz die Niederlage zu null abgewehrt. Es geht weiter. Zur Erinnerung: In New York ist es nach 3 Uhr nachts!
09:09
09:09
Die Wut über den Zwischenruf münzt Shelton jetzt in pure Energie um: Drei Service-Winner in Folge und ein weiterer Punkt aus der Rallye. Carlos Alcaraz serviert nun gegen das Viertelfinal-Aus!
09:08
09:08
Ben Shelton beschwerte sich kurz über einen Zwischenruf
Fotocredit: Getty Images
Es wäre aber nicht eines der besten Tennis-Matches des Jahres, wenn sich Alcaraz nicht zurückkämpfen würde: Ein Shelton-Slice ins Aus und ein druckvoller Schlag auf den Schläger des herangeeilten US-Amerikaners sorgen für das 40:40. Danach folgt ein pures Drama: Doppelfehler Alcaraz, ein einfacher Ball ins Netz von Shelton und ein weiterer ins Aus, bei dem sich der Außenseiter von einem Zwischenruf irritiert sah. Kurz nachdem die Spieluhr auf 4:00 Stunden umspringt, stellt der Spanier auf 4:4.
09:03
09:03
Laute USA-Rufe im Arthur Ashe Stadium von New York. Alcaraz steht zum Aufschlag bereitet und bittet das Publikum mit einem ganz höflichen Zeigefinger zur Ruhe. Diese Ruhe hält aber immer nur kurz, schließlich liefert der US-Amerikaner im Heimspiel weiter ab. Mit einer mächtigen Passier-Rückhand cross über das Feld auf die Linie stellt Shelton auf 40:15.
09:00
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Alcaraz spielt die Klaviatur des Tennis einmal komplett, sein Gegenüber kann damit aber umgehen. Rückhand-Cross, Vorhand-Longline, Flugball – mit all diesen Schlägen muss sich Shelton in diesem so wichtigen Aufschlagspiel auseinandersetzen. Der US-Amerikaner bleibt mutig, nähert sich der Seiten- und der Grundlinie immer wieder an. Genau das sind die Zonen, in denen selbst der nun so starke Alcaraz Probleme bekommt. Eigentlich zahlt sich dieser Mut aus, im falschen Moment rutscht ihm eine einfache Vorhand aber völlig ab. Das 40:40 bringt Shelton nicht aus der Ruhe: ein Monsteraufschlag zum 4:3 im fünften Satz.
08:54
08:54
Die Zeit der Schonung ist vorbei: Alcaraz zieht seinen Aufschlag mittlerweile wieder in Richtung Topspeed durch. Er weiß, dass die Ziellinie bald in Sicht ist. Und das lohnt sich. Mit einem Ass gleicht der Titelverteidiger zum 3:3 aus.
08:50
08:50
Die Tendenz geht leicht in Richtung Alcaraz – in etwas Zählbares hat der Spanier das im fünften Satz aber noch nicht umgemünzt. Aber: Der Favorit verbraucht in seinem Aufschlagspiel aktuell deutlich weniger Energie als Shelton. Denn hier gibt es zum Teil Carlos Alcaraz in Reinkultur: Mit einer Vorhand bereitet er die zweite vor – und die zieht er mit voller Überzeugung die Linie runter zum 40:30. Shelton nimmt diese Emotionen auf und stellt mit einem Ballwechsel auf 40:40, der so intensiv ist, dass es Alcaraz buchstäblich auf den Hosenboden setzt. Kurz darauf bringt Shelton seinen Aufschlag mit einem Service-Winner durch. In New York ist es 2:50 Uhr in der Nacht. Müde ist im Arthur Ashe Stadium aber niemand.
08:41
08:41
Shelton wehrt sich gegen Widerstände – das ist gerade in dieser Phase eine ganz wichtige Fähigkeit. Der Widerstand heißt in diesem Fall Carlos Alcaraz, der den Ton bei Sheltons Aufschlag zunächst angibt. Mit Konzentration in den Rallyes und zumindest einem freien Punkt per Service erkämpft sich der US-Amerikaner aber das 2:1.