Madison Keys gegen Sloane Stephens: Überraschungs-Finale bei den US-Open

Wenn sich Sloane Stephens und Madison Keys heute im Finale gegenüberstehen, wird es eine Premiere geben: eine neue Grand-Slam-Turniersiegerin! Mit den US-Amerikanerinnen, beide noch keine 25 Jahre alt, wächst eine neue Tennis-Generation heran.

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Stephens schlug im Halbfinale die zweimalige Flushing-Meadows-Gewinnerin Venus Williams in einem zweistündigen Halbfinal-Krimi mit 6:1, 0:6, 7:5. Damit ist 24-Jährige die vierte ungesetzte Spielerin, die das Finale der US Open erreicht.
Nicht ganz so lange brauchte Keys, um ihre Landsfrau CoCo Vandeweghe auszuschalten. Nach zwei Sätzen (6:1, 6:2) verwandelte die 22-Jährige ihren ersten Matchball mit einem Ass, obwohl sie zuvor am Oberschenkel behandelt werden musste. "Ich zittere immer noch und kann es noch nicht glauben", freute sich die 22-Jährige.
Für die beiden Freundinnen ist es das erste Major-Finale. "Ich könnte mir keine bessere Person als Sloane vorstellen, mit der ich diese besondere Premiere am liebsten teilen würde", sagte die an Position 15 gesetzte Keys vor dem Überraschungs-Finale (ab 22:00 Uhr im Liveticker bei Eurosport.de, im Eurosport Player sowie im TV bei Eurosport 1) gegen ihre enge Freundin Stephens.
Den bislang einzigen Vergleich der beiden US-Open-Finalistinnen entschied Stephens 2015 in Miami für sich. "Sie ist eine meiner besten Freundinnen auf der Tour. Es ist natürlich nicht leicht, gegen sie zu spielen.", sagte Stephens schon damals.

"Es war harte Arbeit"

Sowohl Sloane als auch Keys haderten zuletzt mit Verletzungen.
Stephens, die im Achtelfinale Julia Görges besiegte, hatte bis Anfang Juli wegen einer schweren Fußverletzung elf Monate lang kein Turnier bestritten. Ihre Bilanz von 14 Siegen in den vergangenen 16 Partien zeigt aber, dass sie wieder in Form ist. Anfang August war Stephens im WTA-Ranking noch auf Platz 934 (!) zu finden. Mit ihrem überraschendem Finaleinzug wird sie sich mindestens auf Platz 22 verbessern - also um mehr als 900 Plätze in nur einem Monat.
Keys war indes wegen einer Handgelenkblessur erst im März in die Saison eingestiegen. Die beiden Konkurrentinnen spendeten sich gegenseitig Trost:

Williams-Dynastie gebrochen?

Ein rein amerikannisches Finale bei den US-Open gab es zuletzt 2002, als Serena Williams ihre Schwester Venus bezwang. Die Gewinnerin im heutigen Duell zwischen Stephen und Keys wird die erste Amerikanerin seit 2002, die einen Grand-Slam-Titel gewinnt und nicht Williams heißt. "Man sieht langsam, was im Schatten von Serena und Venus herangewachsen ist", sagte Ikone Chris Evert.
Tipp: Das Finale ab 22:00 Uhr LIVE auf Eurosport 1 und im Eurosport Player.
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