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"Teilweise Weltklasse": Zverevs Auftakt-Krimi als Mutmacher

"Teilweise Weltklasse": Zverevs Auftakt-Krimi als Mutmacher
Von Eurosport

28/08/2019 um 11:33Aktualisiert 28/08/2019 um 11:47

Der hart erkämpfte Fünfsatz-Sieg zum Auftakt der US Open in New York macht Alexander Zverev neuen Mut. Vor dem Zweitrunden-Duell mit Frances Tiafoe steigt das zuletzt gebeutelte Selbstvertrauen. Eurosport-Experte Boris Becker lobt den 22-Jährigen nach dem Erfolg gegen den Moldauer Radu Albot. "Die Einstellung stimmt, und die Form kommt zurück. Das war teilweise Weltklasse", sagt Becker.

Manchmal hilft der einfache Blick zurück, um wieder positiver nach vorne zu sehen. Unbekümmert und ohne Druck schickte sich Alexander Zverev 2017 an, die Tenniswelt aus den Angeln zu heben.

Auch Frances Tiafoe war damals schon ein aufstrebendes Talent, doch Zverev bezwang den US-Amerikaner sowohl bei den Australian Open als auch in Wimbledon glatt in drei Sätzen. Nun, zwei Jahre später, trifft Zverev bei den US Open wieder auf Tiafoe - die Voraussetzungen sind aber gänzlich anders.

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Den unbeschwerten Jungspund Zverev gab es schon länger nicht mehr zu sehen, zuletzt zu oft den hadernden Zweifler. Vor seinem Zweitrunden-Match am Donnerstag in New York lebt beim 22-Jährigen aber zumindest wieder die Hoffnung, dass die Zeiten der Zweifel der Vergangenheit angehören. Denn Zverevs Achterbahn-Krimi zum Auftakt des Grand Slams im Big Apple barg trotz deutlicher Schwächen auch Mutmacher.

Zverev: "Wird mir im Turnier sehr helfen"

"Die Einstellung stimmt und die Form kommt zurück", sagte Tennis-Idol Boris Becker nach Zverevs mühevollem 6:1, 6:3, 3:6, 4:6, 6:2 gegen den Moldauer Radu Albot bei Eurosport. In den ersten beiden Sätzen zeigte der Weltranglisten-Sechste nach den vielen Enttäuschungen der vergangenen Wochen wieder einmal sein großes Potenzial. "Das war teilweise Weltklasse", lobte Becker.

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Dominant war da das Spiel von der Grundlinie, positiv die Körpersprache - und stark die Nerven nach dem unerklärlichen Einbruch, der an die schwachen Auftritte im Vorfeld erinnerte.

"Das wird mir im Turnier sehr helfen", sagte Zverev aber und nannte als Schlüssel des Aufschwungs ausgerechnet das Symbol der Krise der vergangenen Wochen. "Ich habe ein bisschen mehr Selbstvertrauen in meinen zweiten Aufschlag", erklärte der Hamburger.

"Ich habe zehn Tage stundenlang meinen Aufschlag trainiert", erzählte Zverev, bis Sonntag habe er im Training noch "unglaublich schlecht serviert". Doch dann, sagte Zverev und schnippte mit den Fingern, habe er "irgendetwas gemerkt". Eine Erklärung dafür hat er allerdings nicht:

" "Bei uns Tennisspielern ist das alles sehr kompliziert. Auf einmal hat man das Gefühl und den Rhythmus wieder.""

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"Interessantes Match" gegen alten Bekannten Tiafoe

Dass er gegen Albot dann doch noch zittern musste, sei "bei mir schon ein bisschen normal", sagte Zverev und scherzte:

"Ich muss lernen, dass ich auch in drei Sätzen gewinnen kann und nicht jedes Mal in fünf."

Schon bei den French Open rettete er klare 2:0-Satzführungen gegen John Millman und Dusan Lajovic gerade noch so über fünf Sätze zum Sieg.

Zumindest wie er locker in drei Sätzen gegen Tiafoe gewinnt, weiß Zverev ja schon. "Ich kenne ihn seit der Jugend", sagte der ATP-Champion über seinen ein Jahr jüngeren Gegner, in vier Duellen hatte er dreimal die Nase vorne:

"Das wird ein interessantes Match. Er ist ein Spieler, der viele interessante Dinge auf dem Platz machen kann."

Dass Zverev auch zu interessanten Dingen imstande ist, hat er in New York bereits gezeigt - im Guten wie im Schlechten. Doch die guten Dinge sollen nun endlich wieder überwiegen.

(SID)

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