US Open: Kerber mit glattem Comeback-Sieg

Angelique Kerber hat bei den US Open 2020 ein gelungenes Comeback in den Tennis-Zirkus gegeben. Über sieben Monate nach ihrer letzten offiziellen Partie bei den Australian Open schlug die an 17 gesetzte Deutsche die Australierin Ajla Tomljanovic nach 1:28 Stunden mit 6:4, 6:4. In der zweiten Runde trifft Kerber nun im deutschen Duell auf Anna-Lena Friedsam.

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Angelique Kerber hat ein gelungenes Comeback gefeiert und bei den US Open die zweite Runde erreicht.
Die frühere Nummer eins der Tennis-Weltrangliste nahm ihre Auftakthürde in New York trotz einiger Anlaufschwierigkeiten letztlich souverän und bezwang die Australierin Ajla Tomljanovic 6:4, 6:4.
In der zweiten Runde trifft Kerber, die 2016 in Flushing Meadows den Titel gewonnen hatte, nun auf Landsfrau Anna-Lena Friedsam (Neuwied), die Caroline Dolehide (USA) 6:2, 6:2 schlug.
"Ich bin sehr glücklich. Es ist nicht einfach, nach so langer Zeit wieder sein erstes Match zu spielen", sagte Kerber, die vor allem am Anfang Probleme mit ihrem Service hatte und Tomljanovic auch im zweiten Durchgang nach einer 5:2-Führung nochmal auf 5:4 herankommen ließ.
"Es war ein hartes Match, sehr eng, jeder Punkt war hart umkämpft. Ich bin froh, dass ich die nächste Runde erreicht habe", sagte die 32-Jährige, die ein zufriedenes Fazit zog: "Ich bin sehr zufrieden damit, wie ich gespielt, wie ich mich bewegt habe."

Angelique Kerber fehlt noch der Rhythmus

Zwar fehlte es Kerber gegen Tomljanovic zunächst noch sichtlich an Rhythmus, verwunderlich war dies aber kaum, hatte sie doch ihr zuvor letztes Match beim Achtelfinal-Aus bei den Australian Open Ende Januar bestritten.
"Es ist immer noch mal was anderes, ein Match zu spielen als es im Training zu simulieren. Ich bin froh, dass mir die Umstellung gut gelungen ist", sagte die Kielerin.
Nach den Australian Open hatte Kerber erst eine Oberschenkelblessur außer Gefecht gesetzt, ehe die Tour aufgrund der Corona-Pandemie eine fünfmonatige Zwangspause einlegen musste.

Kerber verwandelt dritten Matchball

"Ich bin froh, dass wir wieder Turniere spielen. Wir müssen sehr vorsichtig sein, die Gesundheit ist das allerwichtigste. Ich weiß aber, dass wir die Unterstützung der Fans zuhause vor dem Fernseher haben. Für sie will ich gutes Tennis zeigen", so Kerber: "Jetzt geht's weiter und hoffe, schon bald mein bestes Tennis zeigen zu können."
Im Verlauf der Partie kam die dreimalige Grand-Slam-Siegerin immer besser zurecht, vor allem kämpferisch und körperlich war Kerber voll da. Nach 1:28 Stunden verwandelte die 32-Jährige ihren dritten Matchball.
Im Vorjahr war Kerber in New York bereits in der ersten Runde gescheitert.
(mit SID)
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