US Open: Alexander Zverev lässt Albert Ramos-Viñolas nicht den Hauch einer Chance und steht in 3. Runde

Alexander Zverev (Deutschland/Nr. 4) hat ohne Mühe und mit einer Machtdemonstration die dritte Runde der US Open 2021 erreicht. Der 24-jährige Olympia-Sieger gewährte seinem Gegner Albert Ramos-Viñolas gerade einmal vier Spielgewinne und siegte nach nur 74 Minuten hochverdient 6:1, 6:0 und 6:3. Zverev trifft nun auf Jack Sock, der Alexander Bublik mit 7:6 (7:3), 6:7 (2:7), 6:4, 4:6, 6:3 schlug.

Alexander Zverev

Fotocredit: Eurosport

Zverev legte am Donnerstag im Arthur Ashe Stadium los wie die Feuerwehr und nahm seinem Gegenüber direkt das erste Aufschlagspiel ab.
Danach entwickelte sich ein Match in nur eine Richtung. Der Deutsche hielt sein Service stabil und konnte Ramos-Viñolas allein in Satz eins zwei weitere Male breaken.
Nach nur 22 Minuten ging der erste Durchgang 6:1 an Zverev, der zehn Punkte mehr machte als sein 33-jähriger Gegner.
"Er spielt gut, er spielt mutig", erklärte sein Bruder und Eurosport-Experte Mischa Zverev noch während des Spiels im Gespräch mit Boris Becker und Matthias Stach. Der Olympia-Sieger von Tokio kannte keine Gnade und machte im zweiten Durchgang genau so weiter.

Zverev kann sich auf Aufschlag verlassen

Zverev musste nicht sein bestes Tennis spielen und war trotzdem haushoch überlegen. Ramos-Viñolas produzierte gerade auf der Vorhand-Seite viele Fehler und gab auch in Satz zwei dreimal sein Service ab. 6:0 - bis dato ein Spaziergang für den Deutschen.
Verlassen konnte sich Zverev einmal mehr auf seinen Aufschlag.
"Das ist der wichtigste Schlag, den ich habe. Wenn er funktioniert, bin ich gut und gewinne Turniere – und wenn er nicht funktioniert, dann ist es ein Match wie in Wimbledon", erklärte der 24-Jährige im Interview bei Eurosport: "Das ist bei mir immer der Stützpunkt gewesen."

Becker von Zverev begeistert

Zverev ging nicht vom Gas, machte kaum Fehler und brachte den Spanier teilweise zum Verzweifeln. Ramos-Viñolas stellte sich zwar etwas besser als in den vorherigen beiden Durchgängen auf den Deutschen ein, spannend machen konnte es die Nummer 48 der Welt aber im dritten Satz nicht mehr. Nach gerade einmal 74 Minuten Minuten verwandelte Zverev seinen ersten Matchball zum 6:1, 6:0, 6:3.
"Das kenne ich so nicht von Zverev, da geht's normalerweise länger zur Sache. Heute hat er fast jeden Ball getroffen", sagte ein begeisterter Boris Becker im Anschluss an die Partie: "Das haben die Spieler mitverfolgt. Das eine ist gewinnen, das andere ist, wie man gewinnt. Er hat eine ganz andere Ausstrahlung, seitdem er Olympia-Sieger ist. Das war ein Klassenunterschied. Ramos-Viñolas ist ja kein Hobby-Tennisspieler, er hat dieses Jahr ein Turnier gewonnen in Estoril."
Zverev blieb gewohnt bescheiden: "Albert hat nicht sein bestes Tennis gezeigt und ich spiele momentan vielleicht ganz in Ordnung. Ich kann recht schnell und heavy spielen, dann wird's für den Gegner schwierig, wenn er keinen guten Tag hat."

Zverev nimmt Revanche für 2014

Bei einem Challenger-Turnier 2014 war Zverev einst mit 1:6, 0:6 gegen den Weltranglisten-48. unter die Räder gekommen. "Da war ich 16, da haben wir auf Sand gespielt. Aber ich habe während des Matches kurz dran gedacht", so Zverev.
Nächster Gegner des Mitfavoriten ist der mit einer Wild Card gestartete US-Amerikaner Jack Sock.
(mit SID)
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