Boris Becker verteidigt Novak Djokovic: "Wird deutlich mehr kritisiert als fast alle anderen"

Boris Becker hat den Weltranglistenersten Novak Djokovic gegen die jüngste Kritik nach den Olympischen Spielen von Tokio verteidigt. "Klar, sind die Kritiker dann gleich wieder los und haben gesagt: 'Wie kann er hier sein Land im Stich lassen?' Also Novak macht vieles, nur sein Land würde er nie im Stich lassen", so Becker im Eurosport-Podcast Das Gelbe vom Ball.

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Novak Djokovic war angetreten, um Geschichte zu schreiben.
Der Serbe wollte bei Olympia in Tokio mit dem Titel den nächsten Schritt auf dem Weg zum Golden Slam gehen. Daraus wurde bekanntlich nichts. Im Halbfinale scheiterte er an Alexander Zverev, das Spiel um Platz drei verlor er gegen Pablo Carreño Busta.
Viele Fans und Experten argwöhnten, dass die Verletzung nur vorgeschoben war. Dass durch die Absage Teamkollegin Nina Stojanovic um ihre Chance gebracht wurde, den bislang größten Erfolg ihrer Karriere zu feiern, befeuerte die Kritik an Djokovic massiv.

Becker: Mehr Kritik an Djokovic als an anderen Profis

Zu unrecht, wie Boris Becker befindet.
"Novak war psychisch und physisch nicht mehr in der Lage weiterzuspielen", stellte der sechsmalige Grand-Slam-Champion klar, der den Weltranglistenersten von 2013 bis 2016 coachte. "Natürlich kamen die Kritiker, aber das ist die Kehrseite seines Ruhms. Er wird deutlich mehr kritisiert als fast alle anderen Tennisspieler", so der 53-Jährige weiter. "Das ist ein Preis, den er schon seit Langem zahlen muss."
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Zverev kämpft Djokovic im Olympia-Halbfinale 2021 nieder

Quelle: Eurosport

Man habe in Tokio gesehen, dass Djokovic "mental wirklich sehr angeschlagen war. Er hat zwar teilweise sehr gut gespielt, aber ich habe gesehen, dass er doch an der Grenze seiner psychischen Belastung war - und als er gegen Sascha verloren hat, ist er dann auch wirklich ausgetickt", so Becker gegenüber Eurosport.
Sportlich geht es für Djokovic indes um den nächsten Coup. Der 34-Jährige peilt nach den diesjährigen Erfolgen bei den Australian Open, French Open und in Wimbledon bei den US Open (ab 30. August live bei Eurosport im TV) den Grand Slam an.
Wie die Chancen stehen? Becker hat eine klare Meinung: "Er ist die Nummer eins der Welt und dreifacher Grand-Slam-Sieger dieses Jahr. Also, wenn Novak jetzt nicht Favorit ist bei dem Turnier, wer soll es denn sein?"
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Podcast - Das Gelbe vom Ball: Becker über Zverevs Chancen

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