Novak Djokovic verpasst Grand Slam - Hat er sich verkalkuliert? Boris Becker: "Auch nur ein Mensch"
Boris Becker hat Zweifel daran, dass die Turnierplanung 2021 von Novak Djokovic richtig war. "Ursprünglich wollte er nicht nach Tokio, um sich zu regenerieren und seine normale Hartplatz-Tournee zu bestreiten, um dann die US Open zu spielen. Ich glaube, im Nachhinein war das alles ein bisschen viel", sagt der sechsfache Grand-Slam-Sieger in Das Gelbe vom Ball - dem Tennispodcast von Eurosport.
Novak Djokovic hat bei US Open den Grand Slam verpasst
Fotocredit: Getty Images
Novak Djokovic ist an seinem großen Ziel, dem Gewinn aller vier Major-Turniere binnen eines Kalenderjahres, gescheitert. Ein einziger Sieg fehlte dem Serben im Finale der US Open gegen den Russen Daniil Medvedev, um der erste Spieler im Herrentennis seit 52 Jahren (Rod Laver, 1969) zu werden, der dieses Ziel erreicht.
Zudem hätte er sich mit seinem 21. Grand-Slam-Titel zum alleinigen Rekordhalter in dieser Kategorie vor seinen Dauerrivalen Rafael Nadal und Roger Federer, die genau wie Djokovic selber bei 20 Grand-Slam-Titeln stehen, gekürt.
Dass es am Ende nicht reichte, könnte mit der Turnierplanung des 34-Jährigen zu tun haben, wie Eurosport-Experte Boris Becker in Das Gelbe vom Ball - dem Tennispodcast von Eurosport mutmaßt.
"Ursprünglich wollte er nicht nach Tokio, um sich zu regenerieren und seine normale Hartplatz-Tournee zu bestreiten, um dann die US Open zu spielen", sagte Becker, der Djokovic einst trainierte und selbst sechsfacher Grand-Slam-Sieger ist.
Becker: Auch Djokovic kann nicht "immer alles gewinnen"
Djokovic sei "stolzer Serbe" und deshalb habe er "natürlich sein Land vertreten" müssen. Djokovic sei aber "auch nur ein Mensch" und könne nicht "immer alles gewinnen, Druck ertragen und fit sein", so Becker weiter, der feststellte:
"Ich glaube, er hat sich da verausgabt, vielleicht war das alles ein bisschen viel. Vielleicht hätte er eine längere Pause nach Wimbledon von drei bis vier Wochen nehmen sollen, wie er es immer macht. Dann kommt er erst mit Kanada und Cincinnati zurück und ist dann vielleicht einfach etwas ausgeruhter, als wenn er nur kurze Zeit nach Wimbledon nach Japan reist."
Nicht nur auf dem Tennisplatz habe Djokovic bei heiß-schwülen Bedingungen Kraft gelassen, "die Reisestrapazen, das Olympische Dorf, die Eröffnungsfeier – das ist alles schön, aber strengt auch unglaublich an", so Becker, der konstatierte: "Da lief vieles nicht in die richtige Richtung und das Ergebnis hat man im Finale gesehen."
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US Open : Top Rackets
Quelle: Eurosport
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