Boris Becker verrät Alexander Zverev, wie man Novak Djokovic schlägt: "Trete die Tür ein"
Boris Becker blickt zusammen mit Moderator Matthias Stach in Das Gelbe vom Ball - der Tennis-Podcast von Eurosport zurück auf die US Open von Alexander Zverev. "Das ist der beste Zverev, den ich bis jetzt gesehen habe", so der 53-Jährige und glaubt, dass der Hamburger schon bald seinen ersten Grand Slam gewinnen wird. Trotz der verheerenden Bilanz gegen Top-10-Spieler bei Major-Turnieren.
Alexander Zverev unterliegt Novak Djokovic bei den US Open 2021
Fotocredit: Getty Images
Elf Mal spielte Alexander Zverev in seiner Karriere schon bei einem Grand-Slam-Turnier gegen einen Top-10-Spieler, elf Mal war spätestens fünf Sätze später Endstation für den 24-Jährigen. Eine erschreckende Bilanz für jemanden, der bereits zwei Major-Halbfinals und ein Finale erreicht hat und sich seit Jahren selbst unter den besten zehn Spielern der Welt tummelt.
"Das sind natürlich nackte Tatsachen, das ist nun mal so, aber ich glaube nicht, dass er gegen Djokovic an einer eigenen Schwäche gescheitert ist", sagte Eurosport-Experte Boris Becker zum jüngsten Ausscheiden bei den US Open in New York gegen die Nummer eins der Welt. "Da stand auf der anderen Seite ein Spieler, der wollte Geschichte schreiben, war körperlich wie geistig noch fit genug und hat dann seinen besten Satz im 5. Satz gespielt, da kann man Sascha (Alexander Zverev, Anm. d. Red.) keine Vorwürfe machen."
Becker hält derzeit nichts davon, Deutschlands bestem Tennisspieler Vorwürfe zu machen oder gar dessen Klasse auf allerhöchstem Niveau infrage zu stellen. "Mir hat die Art und Weise, seines Spiels sehr gut gefallen", lobte die Tennis-Legende.
"Über das ganze Turnier hat er sehr offensiv gespielt, ob das jetzt beim Aufschlag war, der wieder eine absolute Bank ist oder bei den Return-Spielen. Er kam oft ans Netz und konnte sein Spiel variabel gestalten. Das ist einfach der beste Zverev, den ich bis jetzt gesehen habe. Da stört es mich auch nicht, dass er den 5. Satz gegen Djokovic verloren hat. Er muss nur da weitermachen."
Becker zu Zverev: "Trete die Tür ein"
Becker, der Djokovic einige Jahre lang selbst trainierte, weiß genau, wo die Schwachstellen des Serben liegen und wie man ihn in der Theorie schlagen kann. Das Problem: so viele Schwachstellen gibt es nicht - in manchen Matches gibt gar keine.
"Ich habe danach mit Zverev gesprochen und er hat mich gefragt, woran es lag", verriet Becker. "Da habe ich gesagt: 'Du, ich kann dir jetzt nicht einen Grund geben, aber wenn du das Törchen auf hast gegen Djokovic und es ist nur ganz schmal geöffnet – trete die Tür ein, das ist die Chance!'"
Ohnehin sieht der sechsmalige Grand-Slam-Sieger Deutschlands Top-Spieler Zverev auf einem guten Weg, schon bald in seine Fußstapfen zu treten und der erste deutsche Mann seit ihm selbst zu werden, der eines der vier großen Turniere gewinnt. Dazu müsse die Nummer vier der Welt noch nicht einmal etwas verändern.
Becker: "Wenn er einfach so weitermacht, dann ist er für mich der nächste aus der jungen Garde, der an der Reihe ist, einen Grand Slam zu gewinnen. Ich halte ihn noch stärker als Tsitsipas (Nummer drei der Welt, Anm. d. Red.)."
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US Open : Top Rackets
Quelle: Eurosport
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