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US Open: Roger Federers Comeback steht in den Sternen - Knie macht weiter Probleme
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Publiziert 13/08/2021 um 09:41 GMT+2 Uhr
Roger Federer ist sich sicher, dass nach seinem 40. Geburtstag "noch sehr viel Schönes" auf ihn zukommen wird. Ob das aber auf dem Tenniscourt sein wird, ist äußerst ungewiss. Roger Federer tanzte beschwingt, er genoss seine Feier zum 40. Geburtstag in vollen Zügen - und ging dann doch mit einem etwas mulmigen Gefühl ins Bett. "Das war ein wenig wie beim Millennium", erzählt der Tennis-Superstar.
Kämpft weiterhin mit Verletzungsproblemen: Roger Federer
Fotocredit: SID
"Man gemeint hat, die Computer funktionieren nicht mehr", so Federer weiter, doch alles halb so wild: "Ich bin am Morgen aufgewacht, als 40-Jähriger, und habe gemerkt, dass alles noch gleich ist wie am Vortag. Ich war erleichtert. Alles gut."
So gut der Schweizer "Maestro" das Alter bei der Party mit Freunden und Familie am vergangenen Wochenende auf der Tanzfläche wegsteckte, so groß sind die Zweifel auf dem Court. Denn dort nagt der Zahn der Zeit gerade gewaltig an den scheinbar ewig jungen Dauerbrennern. Rafael Nadal (35) bereitet eine hartnäckige Fußverletzung Probleme, Serena Williams (39) pausiert wegen einer Oberschenkelblessur, und Federer sorgt sich um sein Knie - eine Prognose für ein Comeback wagt er nicht.
"Im Moment ist noch alles ein wenig ungewiss", sagte Federer, mit 20 Titeln zusammen mit Nadal und Novak Djokovic (34) Grand-Slam-Rekordchampion, im Interview mit dem Blick. Seit seinem Viertelfinalaus in Wimbledon vor gut einem Monat hat er kein Match mehr bestritten. Die Olympischen Spiele in Tokio ließ er wegen Problemen mit dem im Vorjahr zweimal operierten rechten Knie ebenso sausen wie nun die Masters-Turniere in Toronto und Cincinnati.
"Diese Woche treffe ich noch meine Ärzte und mein Team", sagte Federer, "und dann schauen wir, wie es weitergehen soll." Als nächstes Highlight stehen die US Open (ab 30. August) an, die langjährige Nummer eins der Welt steht zumindest auf der Meldeliste. Doch ohne jegliche Wettkampfpraxis im Vorfeld wird auch ein Start in New York immer unwahrscheinlicher.
Viele Fragen und viel Ungewissheit in der Zukunft
Mit jeder langen Verletzungsauszeit - erst im März kam Federer von einer über einjährigen Zwangspause zurück - wachsen auch die Zweifel, wie und ob es überhaupt weitergehen soll. Es sei "schwierig", mit dieser Ungewissheit umzugehen, sagte er, und die "simplen Fragen" zu Beginn der Laufbahn würden im Spätherbst der Karriere immer "kniffliger".
"Wie fühle ich mich, wenn ich wieder anfangen würde zu trainieren? Was kann ich erreichen? Was sind meine Ziele? Wie bringe ich mit der Familie alles unter einen Hut? Was sagt der Rest der Mannschaft?", erzählte Federer von seinen Gedanken. Aber selbst diese schwierige Situation nimmt er locker.
"Ich sehe immer das Gute, in jeder Situation. Wenn es gerade nicht gut ist, weiß ich, es kommt wieder besser und es könnte viel schlimmer sein", sagte Federer und versicherte: "Mir geht es supergut." Er sei "total im Reinen mit mir selber, und ich bin sicher, dass noch sehr viel Schönes auf mich zukommen wird". Selbst wenn das nicht mehr auf dem Tenniscourt sein sollte.
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(SID)
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