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US Open: Alexander Zverev sagt Teilnahme in New York wegen Fußverletzung ab
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Publiziert 22/08/2022 um 15:52 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev wird nach seiner schweren Knöchelverletzung nicht an den US Open in New York (ab 29. August live bei Eurosport) teilnehmen. Das teilten die Veranstalter am Montagnachmittag mit. Seit seiner bei den French Open erlittenen Knöchelverletzung hatte der Olympiasieger kein Turnier mehr bestreiten können. Eine Teilnahme in Flushing Meadows macht daher offenbar keinen Sinn.
Alexander Zverev bei den French Open in Paris
Fotocredit: Imago
Zverev war im Halbfinale der French Open im Duell mit dem späteren Turniersieger Rafael Nadal am 3. Juni umgeknickt und musste nach dem Riss dreier Außenbänder operiert werden.
Bis zuletzt hatte er mit einem Start in New York geliebäugelt, sein neues Ziel ist nun ein Comeback im Davis Cup Mitte September.
Zverev muss damit auch seinen Angriff auf Weltranglistenposition eins verschieben - vielmehr wird er im Ranking von Platz zwei vermutlich merklich nach unten rutschen.
Näher als in New York war Zverev zuvor noch nie einem Grand-Slam-Sieg gekommen. 2020 hatte der 25-Jährige im Finale der US Open in dramatischen fünf Sätzen gegen Dominic Thiem verloren.
Zverev: Vernunft schlägt Ehrgeiz
Wochenlang hatte sich Zverev geduldig in der Reha gequält und die Hoffnung auf sein Blitzcomeback nicht aufgegeben - doch die US Open kommen für den deutschen Topspieler einfach zu früh.
Schweren Herzens hat der Olympiasieger seinen Start in New York (ab 29. August live bei Eurosport) abgesagt und die Jagd nach dem heiß ersehnten ersten Grand-Slam-Titel damit um mindestens fünf weitere Monate verschoben.
Zweieinhalb Monate nach seiner schweren Knöchelverletzung in Paris stellt der deutsche Topspieler die Vernunft über seinen sportlichen Ehrgeiz.
US Open: Deutsches Feld ausgedünnt
Am Montagnachmittag bestätigten die Veranstalter Zverevs Rückzug. Dass es "sehr, sehr knapp" werden würde, hatte der Hamburger, der bereits Wimbledon verpasst hatte, ohnehin gewusst.
Das Hartplatz-Event (29. August bis 11. September) mit drei Gewinnsätzen, im Idealfall sieben Partien unter Dauerdruck, wäre einer Maximalbelastung gleichgekommen. Dennoch hatte er mit seiner Teilnahme am letzten Grand-Slam-Event des Jahres geliebäugelt - bis jetzt.
Damit rückt in New York wie schon im All England Club die zweite Reihe der deutschen Tennis-Herren in den Fokus: Oscar Otte (Köln), der nach seiner Knie-OP derzeit selbst um ein rechtzeitiges Comeback kämpft, ist als Weltranglisten-41. am höchsten einzuschätzen.
Zverev verliert 720 Punkte in der Weltrangliste
Zudem stehen Daniel Altmaier (Kempen) und Peter Gojowczyk (München) im Hauptfeld. Jan-Lennard Struff (Warstein) und Dominik Koepfer (Furtwangen) spielen die Qualifikation.
Ähnlich wie die verpasste nächste Chance auf seine Titelpremiere wird Zverev der Blick auf die Weltrangliste schmerzen: Dort hätte er in New York nach seiner Halbfinalteilnahme im Vorjahr 720 Punkte zu verteidigen gehabt, die nun kampflos verschwinden.
Unter anderem Grand-Slam-Rekordsieger Rafael Nadal, der 2021 nicht dabei war, könnte Zverev von Platz zwei verdrängen.
Comeback beim Davis Cup geplant
Zverev war am 3. Juni im umkämpften Halbfinale der French Open im Duell mit dem späteren Turniersieger Nadal umgeknickt. Drei Bänder waren gerissen, vier weitere beschädigt. Im Juli kündigte er an, erst wieder antreten zu wollen, wenn er wieder sein Toplevel erreicht hat.
Eigentlich wollte Zverev als Vorbereitung auf New York entweder das Masters in Montreal oder in Cincinnati spielen, doch stattdessen musste er sich auf Training in seiner Wahlheimat Monaco beschränken. Sollte der Genesungsprozess wie erhofft voranschreiten, will er nun im Davis Cup im September wieder mitmischen.
Bei den US Open hatte Zverev 2020 sein bislang einziges Grand-Slam-Finale erreicht - und es in einem Krimi gegen den Österreicher Dominic Thiem hauchdünn verloren. Sein nächster Anlauf auf den großen Coup muss weiter warten.
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(SID)
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