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US Open - John McEnroe reagiert nach Nadal-Pressekonferenz verärgert: "Er darf tun, was immer er möchte"
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Publiziert 01/09/2022 um 20:00 GMT+2 Uhr
John McEnroe hat nach der pikanten Pressekonferenz von Rafael Nadal reagiert und klare Worte gefunden. "Er hat nicht den gesamten Context wiedergegeben, wer auch immer dieser Journalist war", sagte der 63-Jährige bei Eurosport und fügte an: "Rafa darf tun, was immer er tun möchte." Ein Reporter hatte den Spanier auf den Vorwurf angesprochen, dass er von Schiedsrichtern bevorzugt würde.
McEnroe over Nadal special treatment
Quelle: Eurosport
"Zahlreiche Kommentatoren wie John McEnroe haben bereits während den vergangenen Grand-Slam-Turnieren darauf hingewiesen, dass sie sich nicht an die Shot-Clock-Regel halten, die besagt, dass man innerhalb von 25 Sekunden aufschlagen muss. Es scheint, als würden die Schiedsrichter die Regel in Ihrem Fall nicht durchsetzen", hatte ihm der Reporter auf der Pressekonferenz nach Nadals Auftaktsieg gegen Rinky Hijikata (4:6, 6:2, 6:3, 6:3) vorgeworfen.
Der Mallorquiner hatte sich daraufhin gewehrt und gescherzt, das Gespräch mit dem US-Amerikaner suchen zu wollen. "Das Problem für Spieler wie mich, die so viel schwitzen, ist, dass sie Probleme mit der Zeit bekommen, wenn sie das Handtuch holen. Dementsprechend gehe ich nicht oft hin. Ich glaube nicht, dass ich von den Schiedsrichtern anders behandelt werde. Ich weiß nicht, warum John (McEnore; Anm. d. Red.) das im Fernsehen sagt, ich werde mich später mit ihm unterhalten", hatte der Mallorquiner die Anschuldigungen mit einem Augenzwinkern abgewiesen.
Das Gespräch habe es bisher nicht gegeben, verriet McEnroe. Stattdessen zeigte sich "Big Mac" verwundert über den Vorwurf des Pressevertreters und ärgerte sich über dessen Fragestellung.
"Warum wirft man mich den Wölfen zum Fraß vor?", fragte McEnroe im exklusiven Interview mit Eurosport. Der Spanier dürfe tun, was er wolle. "Das ist ein Grund, warum Du so gut wirst, wie Nadal. Du musst damit umgehen können", erklärte die Tennis-Legende und nahm vielmehr die Schiedsrichter in die Pflicht.
McEnroe stellt Shot-Clock infrage
"Wir alle wissen, dass er das in den vergangenen zehn bis 15 Jahren getan hat. Das ist nichts Neues. Aber es ist die Verantwortung des Umpires, nicht seine", nahm McEnroe den 37-Jährigen in Schutz.
Der Journalist hatte in der Medienrunde zudem danach gefragt, ob diese vermeintliche Bevorzugung die historischen Leistungen des 22-fachen Major-Gewinners abwerten würden. "Dieser Kerl", ärgerte sich McEnroe im Gespräch mit Eurosport, "nun denkt Nadal, ich behaupte, dass sein Vermächtnis beschädigt sei, weil er sich zu viel Zeit nimmt."
Nadal hatte auch diesen Vorwurf auf der Pressekonferenz mit einem Lächeln zurückgewiesen. "Ich habe in meiner Tenniskarriere viele Verwarnungen kassiert. Niemals, weil ich einen Schläger kaputt gemacht habe - niemals, weil ich auf dem Platz Chaos angerichtet habe. Einzig aufgrund der Shot-Clock", hatte die aktuelle Nummer drei der Weltrangliste erläutert.
McEnroe stellte im Zuge dessen die Sinnhaftigkeit der Shot-Clock-Regelung als solche in Frage. "Niemand achtet darauf", sagte die ehemalige Nummer eins der Weltrangliste und fragte in Richtung der Schiedsrichter: "Wann schalten sie die Uhr an? Am Ende des Punktes? Wenn sie am Handtuch ankommen? Wenn sich die Zuschauer beruhigen?"
Für den US-Amerikaner sei die Regelung schlicht und einfach "Bullshit".
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