US Open 2022 - Novak Djokovics Teilnahme in New York noch immer offen: Auslosungschaos droht

Die Teilnahme von Wimbledon-Sieger Novak Djokovic an den US Open ist aufgrund der Corona-Einreisebestimmungen der USA nach wie vor offen. Langsam wird die Zeit knapp, ein möglicher Rückzug des Serben, der bekanntlich nicht gegen Covid-19 geimpft ist, hätte Auswirkungen auf die Auslosung. Es gibt mit Blick auf den Turnierstart in New York am 29. August mehrere mögliche Szenarien.

Novak Djokovics Start bei den US Open ist offen

Fotocredit: Imago

Das Warten geht für Novak Djokovic weiter.
Nachdem der serbische Superstar im Juli erfolgreich seinen Titel in Wimbledon verteidigt hatte, suchte man ihn auf der ATP-Tour vergeblich.
Der Grund: Djokovic, nach wie vor nicht gegen das Coronavirus geimpft, durfte aufgrund der in den USA und Kanada geltenden Einreisebestimmungen nicht nach Übersee fliegen, wo der Großteil der jüngsten Turniere stattfand.
Der prestigeträchtigste Wettbewerb auf dem nordamerikanischen Kontinent, die US Open, starten in wenigen Tagen und noch immer ist offen, ob der 21-malige Grand-Slam-Sieger in Flushing Meadows aufschlagen wird. Ein Umstand, der den Veranstaltern ein Auslosungschaos bescheren könnte.
Es gibt neben einer regulären Teilnahme des 35-Jährigen drei mögliche Szenarien.

Djokovic zieht vor der Auslosung zurück

Die Auslosung findet am Donnerstag, den 25. August, statt. Dann werden sämtliche Erstrundenpartien sowie die möglichen Wege der einzelnen Spieler ins Finale festgelegt.
Die jeweils 32 gesetzten Spieler:innen ergeben sich aus den aktuellen Weltranglistenplatzierungen. Daniil Medvedev geht an Nummer eins gesetzt ins Turnier, Novak Djokovic, aktuell Weltranglistensechster, würde aufgrund der Absage von Alexander Zverev (Nummer zwei) einen Platz nach vorne rücken.
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Novak Djokovic

Fotocredit: Getty Images

Genau das würde sämtlichen gesetzten Spielern blühen, sollte Djokovic seine Teilnahme an den US Open noch vor der Auslosung bekannt geben. Casper Ruud beispielsweise, derzeit Weltranglistensiebter, aber an Sechs gesetzt, würde Djokovics Platz fünf einnehmen.
Von einem Djokovic-Rückzug vor der Auslosung würde dessen Landsmann Miomir Kecmanovic profitieren. Derzeit an Nummer 33 für die US Open gelistet, würde Kecmanovic plötzlich in den Kreis der gesetzten Spieler rücken.

Djokovic zieht nach der Auslosung zurück

Sollte Djokovic tatsächlich erst nach der Auslosung zurückziehen, ändert sich die Lage vollumfänglich, dann wird es deutlich komplizierter.
In den Grand-Slam-Regeln der International Tennis Federation heißt es: "Jeder freie Platz, der durch den Rückzug eines gesetzten Spielers nach der offiziellen Auslosung, aber vor der Order of Play (Sonntag, 28.8.) entsteht, wird wie folgt besetzt: Wenn der betroffene Spieler einen der Plätze fünf bis 16 innehat, nimmt der an 17 gesetzte Spieler den Platz des Spielers ein, der zurückgezogen hat, Platz 17 wird dann durch den Spieler aufgefüllt, der qua Ranking ins Feld der gesetzten Spieler rücken würde."
Konkret bedeutet dies in Djokovics Fall (Nummer fünf): Roberto Bautista Agut (17) würde Djokovics Platz erhalten, Kecmanovic würde als 33. einen Aufstieg auf Bautista Aguts 17. Rang erleben. Dieses Szenario würde den Turnierbaum also deutlich mehr durcheinanderwirbeln als eine Absage des Serben vor der offiziellen Auslosung.

Djokovic wird Teilnahme nach der Order of Play verweigert

Doch es gibt noch eine weitere Option. Sollte Djokovic bis zuletzt auf eine Einreise in die USA und damit auf eine Teilnahme hoffen, ihm diese aber nach der Order of Play am Sonntag verwehrt wird, rückt ein "Lucky Loser", sprich ein Spieler, der in der Qualifikation eigentlich ausgeschieden ist, ins Feld.
So bereits in diesem Jahr bei den Australian Open geschehen, als Djokovic wegen seines Impfstatus kurz vor Turnierbeginn des Landes verwiesen wurde. Damals durfte Salvatore Caruso, der seinerzeit in der Quali gegen Taro Daniel verloren hatte, doch noch in Melbourne aufschlagen.
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Quelle: SNTV

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