US Open 2022: Victoria Azarenka findet klare Worte zu sexuellem Missbrauch im Tennis

Victoria Azarenka hat sich im Zuge der Vergewaltigungsvorwürfe von Fiona Ferro gegenüber deren ehemaligem Trainer Pierre Bouteyre zu Wort gemeldet. "Wir sehen diese verletzlichen jungen Damen, die in verschiedenen Situationen ausgenutzt werden", erklärte die Belarussin in New York und ermutigte andere Spielerinnen, dem Beispiel Ferros zu folgen und offen über sexuellen Missbrauch zu sprechen.

Victoria Azarenka

Fotocredit: Imago

"Es ist wirklich traurig und macht mich sehr emotional. Wenn ich eine Tochter hätte, würde ich mich fragen, ob ich sie Tennis spielen lassen soll", so Azarenka auf eine Pressekonferenz im Rahmen der US Open. "Da hätte ich große Bedenken."
Darüber hinaus dankte die 33-Jährige der französischen Tennisspielerin Fiona Ferro, welche ihren ehemaligen Trainer Bouteyre des sexuellen Missbrauchs bezichtigt hatte, für ihren Mut. "Ich hoffe, dass sie gestärkt aus dieser Situation herauskommt", erklärte Azarenka, die Mitglied im WTA Player Council ist.
Die damals minderjährige Ferro soll zwischen 2012 und 2015 von ihrem Coach missbraucht und vergewaltigt worden sein. Bouteyre, der sich nun vor Gericht verantworten muss, wehrt sich gegen die Vorwürfe. "Es war seiner Meinung nach eine Liebesgeschichte", sagte seine Anwältin Virginie Pin der Presseagentur "AFP".
Um derartige Fälle in Zukunft frühestmöglich aufzudecken und zu verhindern, nimmt Azarenka auch die Medien in die Pflicht. "Recherchieren sie, helfen Sie den Leuten, sich mehr zu öffnen", forderte die zweimalige Australian-Open-Siegerin. "Hoffentlich können wir diese Art von Vorfällen Stück für Stück ausmerzen."
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Quelle: Eurosport

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