US Open 2023: Herber Dämpfer für Stefanos Tsitsipas - Martina Navratilova benennt Probleme des Griechen

Stefanos Tsitsipas hat bei den US Open 2023 einen herben Dämpfer erlitten. Der Grieche unterlag bereits in der 2. Runde dem Schweizer Dominic Stricker in fünf Sätzen. Es ist der Höhepunkt eines schwierigen Sommers für den 25-Jährigen, der auf der Pressekonferenz nach Matchende keine Ausreden suchen wollte. Für Tennis-Legende Martina Navratilova muss Tsitsipas zwei Probleme in den Griff bekommen.

Stefanos Tsitsipas

Fotocredit: Getty Images

Tsitsipas hatte das Zweitrunden-Match gegen den jungen Schweizer im vierten Satz schon so gut wie in der Tasche. Der 25-Jährige servierte im vierten Satz beim Stand von 5:3 zum Sieg, ließ sich jedoch breaken und gab in der Folge nicht nur diesen Durchgang 6:7 (6:8), sondern auch den fünften Satz 3:6 ab (Endstand 5:7, 7:6 (7:2), 7:6 (7:5), 6:7 (6:8), 3:6).
"Das ist mir noch nie passiert. Das ist das erste Mal", sagte ein geknickter Grieche im Anschluss: "Normalerweise bin ich mental stärker, das habe ich bei Comebacks bereits bewiesen. Selbst wenn ich zum Match serviere und gebreakt werde, finde ich normalerweise Wege im Tiebreak oder im fünften Satz. Heute war das nicht der Fall."
Für Tsitsipas ist das frühe Aus in New York, wo der zweimalige Grand-Slam-Finalist bislang nie über die dritte Runde hinauskam, der negative Höhepunkt eines schwierigen Hartplatz-Sommers.
Zwar triumphierte er beim 250er Turnier in Los Cabos Ende Juli, scheiterte bei den anschließenden Masters in Toronto und Cincinnati aber jeweils vor dem Achtelfinale.

Tsitsipas sucht keine Ausreden

"Es gab einige Veränderungen in seinem Leben, sein Vater ist etwas weniger präsent. Sein Privatleben ist auf einer anderen Ebene, da geht vieles vor sich", versuchte sich Eurosport-Expertin Justine Henin vorsichtig an einem Erklärungsansatz.
Tsitsipas hatte nur rund zwei Monate nach der Trennung den Australier Mark Philippoussis zurück in sein Trainerteam geholt. Der 46-Jährige agiert neben seinem Vater Apostolos wieder als Coach der Nummer sieben der Welt.
Privat ist Tsitsipas seit einigen Monaten mit der spanischen Tennis-Spielerin Paula Badosa liiert. Die beiden bilden neben Gael Monfils und Elina Svitolina das neue Traumpaar der Tennis-Szene.
Tsitsipas wollte jedoch keine dieser Veränderungen als Grund für sein Tief gelten lassen. "Auf keinen Fall werde ich die Schuld bei anderen oder in meinem Team suchen", machte gebürtige Athener deutlich: "Alles, was auf dem Platz passiert, ist unter meiner Kontrolle."

Navaratilova kritisiert Tsitsipas' Rückhand

Tennis-Legende Martina Navratilova versuchte sich "Sky Sports" an einer sportlicheren Diagnose.
Zum einen komme Tsitsipas aufgrund mangelhafter Returns bei Aufschlag des Gegners nicht in die Ballwechsel. Noch größere Sorgen bereitet der 18-maligen Grand-Slam-Siegerin aber die Rückhand des 25-Jährigen.
"Seine Rückhand ist zu ausrechenbar. Er hat keine offensive Rückhand die Linie runter", monierte die 66-Jährige: "Er geht über die Mitte des Platzes und seine Gegner lesen das." Diesen Schlag müsse er dringend "verbessern".
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung