US Open 2024: Carlos Alcaraz nach Ausraster vor schwierigen Herausforderung - Überraschung im Titelkampf möglich
Publiziert 26/08/2024 um 13:44 GMT+2 Uhr
Carlos Alcaraz hat mit seinem Ausraster in der zweiten Runde des Cincinnati Masters gegen den Franzosen Gael Monfils (6:4, 6:7, 4:6) für Aufsehen gesorgt. Laut Eurosport-Experte John McEnroe sollte man dem ungewöhnlichen Wutausbruch des 21-jährigen Spaniers aber keine allzu große Bedeutung beimessen. "Das sind menschliche Emotionen", erklärte die Tennis-Legende im Vorfeld der US Open.
Tennis - ATP 1000 Cincinnati - 2nd Round - Monfils - Alcaraz - Alcaraz smashes his raquette
Quelle: Eurosport
Für den siebenmaligen Grand-Slam-Sieger sei Alcaraz durch diese Aktion sogar greifbarer geworden. "Das kann ich nachempfinden", so McEnroe.
Es sei schließlich schlichtweg "unmöglich, dass jemand wie er so positiv bleiben und immer lächeln kann. Es ist schwer zu glauben, dass er nicht frustriert sein könnte, vor allem in einem mental so harten Sport wie Tennis."
Nachdem Alcaraz im dritten Satz gegen Monfils das zwischenzeitliche 1:3 kassierte, fuhr der viermalige Grand-Slam-Sieger plötzlich aus seiner Haut und machte aus seinem Schläger kurzerhand Kleinholz.
Im Anschluss entschuldigte sich der Shootingstar für sein Verhalten. "Heute konnte ich mich nicht beherrschen, weil ich das Gefühl hatte, kein richtiges Tennis zu spielen", sagte er.
McEnroe erklärt Alcaraz-Ausraster
Der Grund für den Alcaraz-Ausraster findet man laut McEnroe in den zurückliegenden Wochen, die kaum emotionaler hätten sein können.
Immerhin triumphierte Alcaraz sowohl bei den French Open als auch in Wimbledon, im Finale an der Church Road spielte er Novak Djokovic sogar in drei Sätzen regelrecht an die Wand (6:2, 6:2, 7:6).
Im Endspiel der Olympischen Spielen in Paris hatte der Spanier dann aber gegen Djokovic das Nachsehen - und Alcaraz vergoss nach der knappen Niederlage (6:7, 6:7) bittere Tränen.
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Alcaraz weint bei Eurosport um Gold: "Sehr schmerzhafte Niederlage"
Quelle: Eurosport
"Ich denke, es ist eine Kombination aus allem, was in letzter Zeit passiert ist", mutmaßte McEnroe: "Ich bin sicher, dass er in gewisser Weise eine längere Pause gebraucht hätte. Im Nachhinein betrachtet wäre es wahrscheinlich besser gewesen, wenn er überhaupt nicht gespielt hätte."
McEnroe glaubt an Überraschungssieger bei US Open
Dieser Umstand spielt laut McEnroe nun auch bei den anstehenden US Open (26. August bis 8. September) eine große Rolle.
"Nach allem, was passiert ist, wird es für ihn eine große Herausforderung sein, dieses Turnier zu gewinnen. Wie viel hat er noch in seinem Tank?", so der 65-Jährige.
Zwar gelten Alcaraz, Djokovic und Jannik Sinner als Top-Favoriten auf den letzten Grand-Slam-Titel des Jahres, "aber die Tür ist sicherlich offen für eine Überraschung".
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