US Open 2024 - Verletzte Daria Saville gibt nach Erstrundenniederlage zu: In New York nur fürs Preisgeld gespielt
VonNiklas Bien
Publiziert 28/08/2024 um 14:12 GMT+2 Uhr
Dass das Preisgeld bei großen Tennisturnieren und im Profisport generell eine gewichtige Rolle spielt, ist mit Sicherheit keine neue Erkenntnis. Die stattliche Summe von 100.000 Dollar für das reine Teilnehmen der ersten Runde sorgt dann aber doch mitunter für kuriose Geschichten - wie die von Daria Saville. Die Australierin trat trotz einer Verletzung an und gab das im Anschluss ganz offen zu.
Daria Saville nach ihrer Auftaktniederlage bei den US Open
Fotocredit: Getty Images
Die 30-jährige Saville - die während ihrer Karriere häufig mit Verletzungen zu kämpfen hatte - leidet zurzeit unter einer Entzündung der Sehnenplatte der Fußsohle. Sie verzichtete deshalb gänzlich auf Vorbereitungsturniere.
Die US Open konnte und wollte sie sich aber aus finanziellen Gründen nicht entgehen lassen. "Wo sonst soll ich Geld verdienen? Ich verliere jede Woche Geld, wenn ich einen Trainer mitbringe. Wo sonst verdiene ich so ein Preisgeld?", fragte die Australierin nach ihrer Erstrundenniederlage gegen die Japanerin Ena Shibahara (3:6, 6:4, 6:7).
Nach dem Spiel veröffentlichte Saville einen Story-Post bei Instagram aus einem Behandlungsraum und berichtete, dass sie nicht mehr gehen könne. "Der Schmerz war am Anfang eine sieben von zehn. Wenn du verlierst, spürst du es nochmal mehr, als wenn du gewinnst", erklärte sie.
Die Entscheidung, überhaupt anzutreten, sei ihr schwergefallen. "Mental war es hart, weil es sich so angefühlt hat, als hätte ich es nicht verdient, weil ich nicht die Arbeit investiert habe", sagte Saville bezogen darauf, dass ihre Vorbereitung wegen der Verletzung quasi ausfiel.
Mittelfristige Folgen der Überbelastung?
"Es ist einfach ein Kreislauf. Ich hatte das schon mal, als ich verletzt gespielt habe - es ist ein schrecklicher Kreislauf", betonte die 30-Jährige.
Wie es für sie in den kommenden Wochen und Monaten weitergeht, steht derzeit noch nicht fest. Es würden eine Reihe von Turnieren in Asien anstehen - gesundheitlich dürfte eine Teilnahme auch wegen der zu frühen Belastung eng werden. Zumindest finanziell war die Reise in die USA trotz der Niederlage ein Gewinn.
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